Der Tafelspitz - eine Spezialität der Wiener Küche - wird in vielen Restaurants der Stadt serviert.
© WienTourismus/Peter Rigaud
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Die Wiener Küche lebt von einer natürlichen Vielfalt, sie ist eine wunderbare Melange aus böhmischen, ungarischen, italienischen und natürlich österreichischen Einflüssen. Sie vereint die Tradition der Habsburgermonarchie zu einem genussvollen Ganzen und ist die einzige Küche der Welt, die nach einer Stadt benannt ist. Ob Wiener Schnitzel, Gulasch oder sündhaft leckere Mehlspeisen wie Powidltascherl oder Palatschinken – beim Essen erkennt man: Der Genuss ist in Wien zu Hause.
In den letzten Jahren haben viele Wirte die alten Traditionen der Wiener Küche neu entdeckt. Das ergab eine doppelt wohlschmeckende Bewegung: Manche Gaststätten servieren die Speisen, so wie sie seit jeher zubereitet werden. Andere nehmen die traditionellen Rezepte als Grundthema, über das sie neue Variationen komponieren. Manchmal etwas leichter, bisweilen ein bisschen exotisch.
Diese scheinbaren Widersprüche vereint das innovative Konzept von Österreicher im MAK. Der Hauben-Koch Helmut Österreicher hat sich im Museum für angewandte Kunst (MAK) der geradlinig reduzierten Wiener Küche verpflichtet. Zurückhaltend zeigt sich auch das Interieur des Restaurants. Die prachtvollen Räumlichkeiten hat das Star-Architekten-Duo Eichinger oder Knechtl mit zeitgemäßer, cooler Architektur zu Bar und Restaurant umgewandelt. Ganz wie im Gasthaus widmet der Gastronom die erste Seite seiner Speisekarte der traditionellen Wiener Küche, auf der nächsten variiert er dann bekannte Klassiker. Angesichts der hohen Qualität überraschen die moderaten Preise.
Das Schwarze Kameel in der Bognergasse, mitten im Zentrum, gilt seit Jahrhunderten als Szenetreff. Beethoven hat hier bestellt, unzählige andere Künstler und Prominente waren seither zu Gast. Die Köche sind von der Naglergasse aus durch ein Schaufenster zu beobachten. Das Restaurant setzt auf feine Wiener Tradition, es gibt aber auch Sandwiches und andere Köstlichkeiten, perfekt für eine Pause beim Shopping am angrenzenden Graben. Eine Wiener Institution, die mit langer Tradition und von höchster Qualität lebt.
Jugendlich frech wirkt dagegen Ein Wiener Salon. Von der Wand des Salons wacht ein riesiges Bild von Kaiserin Maria Theresia über das Geschehen, Tapeten wie Stühle sind kitschig barock. Das Team der Neogastronomen – der Koch ist eigentlich Modedesigner und sein Partner Architekt – vermittelt jedem Gast das Gefühl, ganz privat umsorgt zu werden. Die kleine Speisekarte wechselt ständig, klassische Gerichte erhalten eine exotische Note.
Stubenring 5
1010 Wien
www.oesterreicherimmak.at
Bognergasse 5
1010 Wien
www.kameel.at
Stubenbastei 10
1010 Wien
www.einwienersalon.com