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MIlchrahmstrudel

Milchrahmstrudel à la Sacher

Glaubt man den Erzählungen, dann hat diese süße Versuchung, die in Wien liebevoll als „Millirahmstrudel“ bezeichnet wird, ihren Ursprung im „Roten Stadl“, einem Gasthaus im schönen Wienerwald. Ob die Bezeichnung eher auf die Hauptzutat Milch oder auf die angebliche Erfinderin namens Milli zurückzuführen ist, bleibt wohl ein Geheimnis. Bekannt dagegen – aber gar nicht so einfach – ist die perfekte Zubereitung dieser Wiener Köstlichkeit: Schließlich soll der Strudelteig so dünn sein, dass man eine Zeitung hindurch lesen kann. Lassen Sie sich nicht abschrecken, sondern stürzen Sie sich in die Welt des Strudelteigs frei nach dem Motto: Übung macht den Meister! Wien wünscht „Guten Appetit“!

Milchrahmstrudel
Ein Koch, der einen ausgezogenen Strudelteig in Händen hält

Portionen:  5

Zutaten:

Für den Teig (oder fertigen Strudelteig verwenden):

  • 250 g Mehl (glatt)
  • Prise Salz
  • 1 EL Öl
  • 2 EL Butter (flüssig, zum Bestreichen)
  • 125 ml Wasser (lauwarm)
  • 2 Eidotter (zum Bestreichen)
  • Staubzucker (zum Bestreuen)
  • Öl (zum Rastenlassen)
  • Mehl (für die Arbeitsfläche)
  • Butter (zum Bestreichen)

Für die Fülle:

  • 8 Scheibe(n) Toastbrot (entrindet)
  • 125 ml Milch
  • 1 Vanilleschote (Mark, ausgekratzt)
  • 60 g Butter
  • 60 g Staubzucker
  • 1 KL Vanillezucker
  • 0,50 Zitrone (unbehandelt, Schale abgerieben)
  • 3 Eidotter
  • 250 g Topfen/Quark (20 % Fettgehalt, passiert)
  • 150 g Sauerrahm/Saure Sahne
  • 3 Eiklar
  • 1 EL Kristallzucker
  • 40 g Rosinen (in Rum eingelegt)
  • 1 Hand Mandelblättchen (geröstet)

Für den Überguss:

  • 500 ml Milch
  • 2 EL Kristallzucker
  • 1 Ei

Zubereitung:

Für den Strudelteig Mehl auf einer Arbeitsplatte aufhäufen und mit den angegebenen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen, in einen mit Öl beträufelten Suppenteller setzen und abgedeckt, am besten über Nacht, im Kühlschrank rasten lassen. Dann den Strudelteig auf einem leicht bemehlte, großen Küchentuch zuerst mit einem Nudelwalker rechteckig ausrollen, dann hauchdünn ausziehen. Dazu mit dem bemehlten Handrücken der einen Hand unter den Teig greifen und mit der anderen Hand immer von der Teigmitte aus in Richtung Tischkante vorsichtig ziehen. Der Teig muss so dünn werden, dass man eine Zeitung darunter lesen könnte.

Für die Fülle Milch mit dem ausgekratzten Vanillemark aufkochen. Entrindetes Toastbrot in kleine Würfel schneiden und mit der heißen Vanille-Milch übergießen. Butter mit Staubzucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Eidottern cremig rühren. Topfen sowie Sauerrahm dazugeben. Eiklar steif schlagen und dabei nach und nach den Kristallzucker einrieseln lassen. Eingeweichtes Brot unter die Dottermasse rühren und zum Schluss den Schnee locker unterziehen. Ausgezogenen Teig mit Butter bestreichen und Mandelblättchen darauf verteilen. Fülle auf zwei Drittel des Teiges streichen und Rosinen gleichmäßig darüber streuen.

Von der bestrichenen Seite her zu einem Strudel einrollen. Mit der Teignaht nach unten in eine gefettete Form gleiten lassen und mit verschlagenem Dotter bestreichen. Für den Überguss alle Zutaten gründlich verquirlen und ein Drittel davon über den Strudel gießen. Im auf 180 °C vorgeheizten Backrohr 40-50 Minuten backen. Währenddessen immer wieder mit der Milchmischung begießen und mit zerlassener Butter bestreichen. Mit Staubzucker bestreuen und portionieren.

Beilagenempfehlung: Vanillesauce

Empfehlung zu diesem Rezept: Edelsüße Weine

Weitere Rezepte:  www.ichkoche.at

Das Neue Sacher-Kochbuch: http://www.ichlese.at/article/1832

Sacher Kochbuch