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Gustav Mahler kommt aus der Staatsoper

Mahler-Orte in Wien

Gustav Mahler leitet die Wiener Oper, auch heute Opernhaus ersten Ranges, zehn Jahre lang als Hofoperndirektor – sein Traumberuf. Rechts vom Stiegenhaus erstreckt sich der Gustav-Mahler-Saal, auch eine ausdrucksstarke Büste von Auguste Rodin ist in der Wiener Staatsoper heute zu finden.

Menschen in einer Loge der Wiener Staatsoper
Orchester
Schaukasten im Mahler-Raum im Haus der Musik

Im Staatsopernmuseum, gleich neben der Oper gelegen, finden Musikfreunde alles zur Geschichte der Wiener Oper, zudem gibt es eine besonders umfangreiche Mahler-Dokumentation. Die Mahlerstraße - 1919 nach ihm benannt - grenzt an der dem Museum gegenüberliegenden Seite an die Oper.

Im Haus der Musik ist Mahler in der Etage der Großen Meister ein eigener Raum gewidmet – gleich neben Joseph Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Strauß und den Begründern der Neuen Wiener Schule: Schönberg, Berg und von Webern.

Gestaltet wurde der Raum vom Großneffen Gustav Mahlers, Peter Mahler. Lesemaschinen behandeln das Werk Mahlers und seine Dirigate in seiner Zeit als Hofoperndirektor, die Bilder an den Bäumen (ein „Wald“ prägt den Raum) zeigen den „offiziellen“ und den „privaten“ Mahler. Unter den Exponaten: Mahlers Abschiedsbrief in der Oper und sein ungewöhnlicher Vertrag mit der Universal Edition. Von Arnulf Rainer stammt die „Totenmaskenübermalung Gustav Mahler“. Im Innenhof ist auch eine Mahler-Büste von Hanns Kunitzberger zu sehen.

Etliche Musikmanuskripte Gustav Mahlers befinden sich im Archiv des Arnold Schönberg Centers, einer Top-Adresse für Musikkenner, genauso wie - natürlich - die Internationale Gustav Mahler Gesellschaft Wien, die 1955 auf Initiative der Wiener Philharmoniker gegründet wurde.

Die barocke Karlskirche, Ort der Eheschließung von Mahler und Alma am 9.3.1902, ist einen Besuch wert. Gustav und seine 1907 verstorbene Tochter Maria sind auf dem Friedhof Grinzing begraben. Schräg gegenüber ihres Grabes sind Alma Mahler-Werfel und ihre Tochter Manon Gropius bestattet.

Es gibt weitere originale Mahler-Stätten, die jedoch in Privatbesitz sind und nicht besichtigt werden können: Mahlers Wohnung von 1898 bis 1909 (3., Auenbruggergasse 2, Gedenktafel) wurde vom Jugendstil-Architekten Otto Wagner erbaut. Das Carl-Moll-Haus (19., Hohe Warte, Wollergasse 10) war das Wohnhaus des gleichnamigen Malers und Stützpunkt von Gustav Mahler von 1909 bis 1911. Im Sanatorium Löw (9., Mariannengasse 20, Gedenktafel) starb der Komponist am 18. Mai 1911.

In Wiens Konzertsälen sind Mahlers Werke laufend im Programm, so im Wiener Konzerthaus (wo auch eine Mahler-Gedenktafel angebracht ist) und im Musikverein. Das dort beheimatete Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde ist eine reiche Quelle für Mahler-Interessierte.