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Orangerie, Schloss Schönbrunn

Sein eigener Herr

1781 wohnt Mozart, der (mittlerweile 25-jährig) 350 Werke (!) geschrieben hat, einige Wochen im Haus des Deutschen Ritterordens in Wien - im Gefolge seines Dienstgebers, des Salzburger Erzbischofs. Hier beschließt er, ab sofort selbständig zu sein und wird ungnädig entlassen.

Stephansdom
Nationalbibliothek

Das ist der Beginn seines erfolgreichsten Lebensabschnitts: Mozart bleibt in Wien, befreit sich damit auch vom dominanten Vater und arbeitet als frei schaffender Künstler - mit Kompositionsaufträgen und Klavierunterricht. Im gotischen Stephansdom, bis heute Wahrzeichen der Stadt, heiratet Mozart 1782 Constanze Weber.

„Wenn ich all die heiraten müsste, mit denen ich gespaßt habe, so müsste ich leicht 200 Frauen haben.“

Das Paar stürzt sich ins musikalische und gesellschaftliche Leben Wiens, wird Eltern von sechs Kindern (von denen nur zwei das Babyalter überleben) und bleibt trotz mancher Affäre bis zu Mozarts Tod zusammen. Mozart wird 1786 von Gottfried Freiherr van Swieten, dem Direktor der Wiener Hofbibliothek, zu dessen als „Sonntagsakademien“ bezeichneten Konzerten in die Räume der heutigen Nationalbibliothek eingeladen. Mozart spielt für seinen späteren Mäzen am Piano und lässt seine wunderbare Altstimme erklingen.

In der Orangerie von Schloss Schönbrunn, Treffpunkt der feinen Wiener Gesellschaft, findet 1786 auf Wunsch von Joseph II. ein „musikalischer Wettstreit“ zwischen Mozart und Hofkapellmeister Antonio Salieri statt. Der Kaiser gibt Salieri den Vorzug. Mozart, 30 Jahre alt, befindet sich auf dem Gipfel seiner Karriere. Für die Aufführung seiner Werke bei Hof verdient er aber trotzdem nur die Hälfte von Salieri.

Übersicht Mozarts Leben