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© WienTourismus/Peter Rigaud
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Der November ist wie kein anderer Monat geeignet, dem Gerücht von dem besonderen Naheverhältnis der Wiener zum Tod Nahrung zu geben. Am Monatsanfang, zu Allerheiligen und Allerseelen, ist Totengedenken und Friedhofsbesuch angesagt. Um zum Zentralfriedhof hinaus zu fahren, braucht man keine dort beerdigten Angehörigen. Musik-, Theater– und Literaturgenies fanden im „Grabsteinpark Zentral“ (frei nach H. C. Artmann, der seit 2000 selbst ein Bewohner des Zentralfriedhofes ist) ebenso die letzte Ruhe wie Filmlegende Curd Jürgens oder Popstar Falco.
Wer die verstorbenen Berühmtheiten auf dem Zentralfriedhof (und anderen Wiener Friedhöfen) oder die toten Habsburger-Majestäten in der Kapuzinergruft gerne mit Vorkenntnissen besuchen möchte, dem stehen u. a. der „Wiener Friedhofsführer“ von Werner T. Bauer (Falter-Verlag, ca. 25,50 €) oder „Berühmte Gräber in Wien. Von der Kapuzinergruft bis zum Zentralfriedhof“ von Clemens M. Gruber. (Böhlau-Verlag, ca. 20 €) zur Verfügung.
Ein zum Thema passendes Museum hat Wien ebenfalls zu bieten: Im Bestattungsmuseum erfährt man Wissenswertes und Seltsames über pompöse (Stichwort "Pompes funebres") und sparsame (Stichwort Klappsarg) Begräbnisrituale.
Fern von Wien versetzt man sich am besten mit dunkelgrauen oder schwarzen Wiener Liedern in die entsprechende Stimmung. Der Liedermacher und Schauspieler Ludwig Hirsch definierte dunkelgrau als eine Mischung aus der „schönen blauen Donau“ und dem schwarzen Wiener Humor. (Ludwig Hirsch: Dunkelgrau-Live, Polydor, Doppel-CD, ca. 23 € oder Dunkelgraue Lieder, Polydor, CD, ca. 10 €)
Bei den von Helmut Qualtinger interpretierten „schwarzen Liedern“ handelt es sich um mit „schwarzer Tinte“ im Wiener Dialekt geschriebene Verse von H. C. Artmann und Texte von Gerhard Rühm, vertont von Ernst Kölz. Die LP mit Qualtinger erschien 1966 bei Preiser, heute als CD erhältlich. (Helmut Qualtinger singt Schwarzer Lieder, Preiser Records, ca. 19 €) H. C. Artmanns Gedichtband "Med ana schwoazzn dintn" erschien 1958 und hält derzeit bei der 10. Auflage. (Otto Müller-Verlag, ca. 15 €)
Dass der Tod ein Wiener sein muss, das hat Georg Kreisler geschrieben. (Georg Kreisler und Topsy Küppers: Der Tod, das muss ein Wiener sein. Preiser Records, CD, ca. 18 €; ebenfalls bei Preiser Records: Georg Kreislers Everblacks I + II, jeweils Doppel-CD, ca. 23 bzw. 32 €)
Die erwähnten Bücher und CDs sind u. a. erhältlich bei:
www.amazon.at
www.buchhandel.de
www.buecheronline.at
www.preiserrecords.at