Von 1891 bis 1897 war Gustav Klimt Mitglied in der wichtigsten Künstlervereinigung Mitteleuropas, dem Künstlerhaus, und nahm an zahlreichen Aktivitäten des Vereins teil. Durch die gesellschaftliche Vernetzung, die ihm das Künstlerhaus geboten hatte, wurde er in zahlreiche Komitees für öffentliche Aufträge berufen, wie etwa für die Ausstattung des Wiener Rathauses.
Im Künstlerhaus lernte Gustav Klimt auch Nikolaus Dumba, den großen Mäzen der Ringstraße, kennen und schuf einige Arbeiten für ihn. Er nahm an zahlreichen Jahresausstellungen teil. 1890 errang Klimt seinen ersten großen Erfolg mit dem Bildnis "Inneres des alten Burgtheaters" und wurde dafür mit dem hoch dotierten, erstmals gestifteten Kaiser-Preis ausgezeichnet. 1897 trat Klimt zusammen mit 18 Kollegen aus Protest gegen die damalige starre akademische Ausrichtung aus der Vereinigung aus.
Auch danach widmeten sich Ausstellungen Klimts Schaffen: 1943 fand eine Gustav-Klimt-Schau anlässlich des 25. Todes- und 80. Geburtstags in der Secession statt. Mehr als 24.000 Besucher wurden gezählt. 1985 schließlich war Klimts Kunst Höhepunkt der Ausstellung "Traum und Wirklichkeit", die - veranstaltet vom Wien Museum - im Künstlerhaus stattfand. Interessanter (und vor allem wenig bekannter) Nebenaspekt: Auch Klimts unehelicher Sohn, der Regisseur Gustav Ucicky (1899-1961), war Mitglied des Künstlerhauses.
6. Juli - 2. September 2012
Karlsplatz 5
1010 Wien
www.k-haus.at
Blindenhunde erlaubt
216 cm breit und 298 cm tief, Tür 140 cm breit.
Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
Nebeneingang stufenlos, 3 Stufen im Foyer, Rampen im Inneren (120 cm breit)