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Detail eines Stickmustertuchs, vermutlich rumänisch, 19. Jahrhundert

Österreichisches Museum für Volkskunde

Leuchtende Stickereien, zarte Spitzen, feine Borten, Stoffe mit Jugendstilornamenten: Die umfangreiche Textilmustersammlung der Modeschöpferin Emilie Flöge (1874-1952) - sie war Gustav Klimts Muse und Partnerin - stammt zu einem großen Teil aus dem südosteuropäischen Raum.

Detail eines Besatzstreifens, vermutlich rumänisch, 19. Jahrhundert Detail eines Besatzstreifens, vermutlich rumänisch, 19. Jahrhundert

Das Österreichische Museum für Volkskunde konnte 1998 über 350 dieser Objekte aus dem Nachlass Flöges erwerben. Sie werden von Mai bis Oktober 2012 erstmals in einer Ausstellung präsentiert und in den Kontext der Entdeckung bzw. Erfindung der "Volkskunst" um 1900 gestellt. Vergleichsobjekte, die nicht aus dem textilen Bereich stammen, sollen diesen Zusammenhang sichtbar machen.

Das Interesse an den kunsthandwerklichen und künstlerischen Produktionen der ländlichen Bevölkerung war Ende des 19. Jahrhunderts beim städtischen Bürgertum allgemein sehr groß. Über das Sammeln dieser dekorativen, jedoch als primitiv und urtümlich betrachteten Kunst wurde deren künstlerisch-ästhetische Bedeutung erst erzeugt, was schließlich auch Einfluss auf die stilistische Entwicklung des Jugendstils nahm.

Klimts berühmtes Porträt von Emilie Flöge ist im Wien Museum zu finden. Es entstand 1902. Ab 1904 betrieb Flöge gemeinsam mit ihrer Schwester Helene den Haute-Couture-Salon "Schwestern Flöge" auf der Mariahilfer Straße. Dort präsentierten sie Modellkleider, die dem Modegeschmack der Wiener Werkstätte entsprachen. Ihr Salon wurde von Josef Hoffmann im Jugendstil entworfen. Berühmt wurden sie für ihre "Reformkleider", für die auch Klimt Entwürfe ablieferte. Diese Kleider wurden ohne Korsett getragen, hingen von den Schultern lose herab und hatten weite Ärmel. Bis zu 80 Schneiderinnen waren in Flöges Salon beschäftigt. Nach 1938 mussten sie den Salon schließen und in ihrem Wohnhaus im dritten Bezirk weiterarbeiten.

Objekte im Fokus: Die Textilmustersammlung Emilie Flöge

25. Mai - 2. Dezember 2012

Österreichisches Museum für Volkskunde

Laudongasse 16-19
1080   Wien

Blindenhunde erlaubt

Haupteingang

  • Haupteingang stufenlos (Automatische Schiebetüre 180cm breit).

Parkplätze Haupteingang

Behinderten-Parkplätze vorhanden.

Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

Spezielles Vermittlungsprogramm für Sehbeeinträchtigte und blinde Besucher/innen

Anmerkungen

Stufenloser Zugang zur ständigen Schausammlung und zum Café. Sonderausstellungsräume im 1. Stock sind über Lift zu erreichen. Lift ist ein Lastenaufzug (Begleitung notwendig - fährt mit).

Kontakt

  • +43 1 406 89 05

Öffnungszeiten

  • Di - So, 10:00 - 17:00

Preise

 

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