
Hoch hinaus! Wiener Wahrzeichen und ein Stück Nostalgie: das Riesenrad im Prater
© WienTourismus/MAXUM
Mehr als 210 Ermäßigungen mit der Wien-Karte um nur 18,50 Euro.
Bereits 1403 wird der "Pratter" urkundlich erwähnt. 1766 schenkt dann Kaiser Joseph II. seinen Wienerinnen und Wienern das Areal als Erholungsgebiet. Und weil der Kaiser auch die Errichtung von Gastronomie-Ständen genehmigt, dauert es nicht lange, bis am Rande des einstigen adeligen Jagdreviers der Vorläufer des heutigen Wurstelpraters entsteht: Wirte, Kaffeesieder und Lebzelter siedeln sich an, Schaukeln, Ringelspiele und Kegelbahnen folgen. Großen Aufschwung erlebt der Prater mit der Weltausstellung 1873 auf dem heutigen Messegelände.
1895 wird das Vergnügungsareal "Venedig in Wien" errichtet, 1897 in dessen Mitte das Riesenrad, eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Prater wird zu einem Ort, an dem Unterhaltung für alle angesagt ist: Die "bessere" Gesellschaft fährt hier mit dem Fiaker aus, Kadetten und Wäschermädel haben ihr Rendezvous, "Hutschenschleuderer" und Kuriositätenkabinette wetteifern um die Gunst des Publikums, Drehorgeln, Heurigensänger und Damenkapellen geben ebenso ihre Melodien zum Besten wie Walzerkönig Johann Strauß oder die Operetten-Komponisten Joseph Lanner und Carl Michael Ziehrer.
Dass sich Dichterpersönlichkeiten wie Adalbert Stifter und Peter Altenberg gerne von dem bunten Treiben inspirieren lassen, liegt auf der Hand.
Heute lebt die Erinnerung an den Altwiener Prater auch in der Figur des "Calafati" weiter – den viele mit der gerne fotografierten Riesenstatue eines Chinesen mitten im Prater gleichsetzen. Dabei erinnert diese Statue nur an die zentrale, neun Meter hohe Figur eines Ringelspiels, das der Zauberkünstler und Gasthausbesitzer Basilio Calafati (1800-1878) Mitte des 19. Jahrhunderts hier betrieb. Im Pratermuseum beim Planetarium können Sie heute noch die nostalgischen Zeugen des Praters anno 1900 bestaunen ...