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Dieser Friedhofsführer bietet neben einem kulturgeschichtlichen Streifzug durch das Bestattungswesen eine Beschreibung sämtlicher in Wien anzutreffender Begräbnisstätten. Zunächst der sowohl aus sanitären Gründen wie aus Raummangel bereits im 18. Jahrhundert aufgelassenen Kirchhöfe, der Grabstätten rund um die Kirchen. Anschließend der außerhalb des damaligen Stadtgebietes angelegten Kommunalfriedhöfe, die Jahrzehnte später die Stadterweiterung wieder einholte. Dann der sie ersetzenden „Totenstadt der Wiener“, als Zentralfriedhof bekannt, wieder weiter draußen, in Distanz zu den Wohngebieten. Kirchengrüfte und Katakomben werden nicht vergessen, private Grabstätten im Wiener Wald haben ebenso ein eigenes Kapitel wie die jüdischen Friedhöfe.
Bauers Darstellung macht die Friedhöfe als Freilichtmuseen unserer Geschichte benutzbar. Wer einfach nur wissen willen, wo die verstorbenen Berühmtheiten ruhen, Dichter, Denker und Musikgenies, findet ihre Gräber rasch über den Registerteil am Schluss.
Falter-Verlag
Wien 2004
ISBN 3-85439-335-0
25,50 Euro