Untergebracht ist das Museum im "Seifensiederhaus", einem der ältesten Häuser der Leopoldstadt (wie der 2. Wiener Bezirk heißt). Es wurde 1685 kurz nach der Türkenbelagerung wiederaufgebaut.
Breiten Raum nehmen Mord-Berichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart ein: Der Bogen spannt sich von den Schautafeln der Moritatensänger über Flugblätter mit Lebensbeschreibungen berühmter Verbrecher bis zu heutigen Zeitungsberichten.
Politische Kriminalität in Österreich, beginnend mit den bürgerlichen Umsturzversuchen des 19 Jahrhunderts über Kaiserattentate, die Ermordung des Kriegsministers Latour und anarchistische Anschläge bis zur Entführung des Industriellen Palmers wird ebenso thematisiert wie die Entwicklung der Polizei und ihrer Ermittlungsmethoden. Tatortfotos, Gerichtstexte und Reliquien hingerichteter Verbrecher machen das Museum auch zu einer ungewöhnlichen Gedänkstätte des Todes. Das Alt-Wiener Café im Innenhof des Gebäudes bildet dazu einen freundlichen Kontrast.
2., Große Sperlgasse 24
Tram 2, Bus 5A: Karmeliterplatz,
U2: Taborstraße
Tel. 214 46 78
Do - So: 10 - 17
Führungen für Gruppen auch nach Vereinbarung
www.kriminalmuseum.at