Die französischen Gartenkunst des 18. Jahrhundert war wie keine andere geeignet ein Schloss und seine Gärten zum repräsentativen Ganzen zu formen. Schönbrunn, seit der Zeit Maria Theresias (1717-1780) kaiserliche Sommerresidenz, führt dies eindrücklich vor Augen. Kurdiovksys bebilderter Spaziergang durch den Schlosspark erschließt Schritt für Schritt diese große Inszenierung aus Natur und Architektur.
Der Vorhof des Schlosses (Ehrenhof) musste schon deshalb so groß sein, damit die sechs- oder achtspännigen Karossen der fürstlichen Besucher wenden konnten. Zwischen Ehrenhof und Garten steht das Zentrum der Anlage, das Schloss.
Auf der Gartenseite führt das Große Parterre die vom Schloss vorgegebene Hauptachse fort. In streng symmetrisch angelegten Beeten hat die Natur sich zu Stickereimustern aus Blüten und Blättern zu fügen. Der Neptunbrunnen mit breiter Schauwand begrenzt in weiter Ferne das Parterre. Dahinter steigt der Schönbrunner Berg an, den schließlich die Gloriette krönt.
Beiderseits der Hauptachse gruppieren sich Diagonalalleen, Laubengänge und Boskette mit vielen Bänken zum Ausruhen. Hier geht es aber auch weiter zu anderen Attraktionen des Parks, allen voran der ehemaligen Menagerie (heute Tiergarten Schönbrunn).
Tipp: Laufplan Schönbrunn – Wegdistanzen
Einen Überblick sämtlicher Einrichtungen von Schloss und Park Schönbrunn bietet: http://www.schoenbrunn.at
Residenz Verlag
Salzburg u. a. 2005
ISBN 3 7017 1411 8
24,90 Euro
