Wagner erkannte die ästhetische und städtebauliche Bedeutung des neuen Verkehrssystems und widmete seine Gestaltungskraft den großen Bauteilen (wie Brücken und Stationsgebäuden) ebenso wie den Details der Ausstattung (Geländer, Leuchten, Aufschriften). Diesem Umstand verdankt die Wiener Stadtbahn den Titel "Gesamtkunstwerk".
Heute sind drei der alten Stadtbahnlinien auf U-Bahn-Betrieb umgestellt, die Vorortelinie auf S-Bahn-Betrieb. Die erhaltenen Stationsgebäude wurden originalgetreu restauriert: Z.B. Wagner-Hofpavillon Hietzing; Schönbrunn, Stadtpark, Währinger Straße / Volksoper, Gersthof oder auch die berühmten Jugendstil-Pavillons am Karlsplatz.
Im Unterschied zu den anderen Stationsbauten Otto Wagners sind diese beiden nicht mehr in der ursprünglichen Funktion. Einer der beiden Pavillons wird während der Sommersaison für die Otto-Wagner-Dokumentation des Wien Museums geöffnet.
Hier werden neben der Stadtbahnarchitektur auch bedeutende Werke wie die Kirche am Steinhof und die Postsparkasse anhand von Zeichnungen und Modellen veranschaulicht.
Der andere Pavillon (näher beim Musikverein) ist in den Betrieb eines Cafés integriert.
Karlsplatz
1040 Wien
www.wienmuseum.at
Blindenhunde erlaubt
Der Ausstellungsbereich ist stufenlos befahrbar
Geschlossen: 1. Mai, Ostermontag, Pfingstmontag und andere Feiertage, die auf einen Montag fallen
Jeden ersten Sonntag im Monat freier Eintritt für alle
U, Tram, Bus: Karlsplatz/Oper
April bis Oktober: Di-So und Ftg 10-18 Uhr
Besucher unter 19: Eintritt frei
1. Sonntag im Monat: Eintritt frei
Geschlossen: 1.5.
Eintritt: 2,- €