Es ist vermutlich die berühmteste Adresse Wiens: Im Haus Berggasse 19 im 9. Wiener Bezirk lebte Sigmund Freud 47 Jahre lang, von 1891 bis 1938. Von hier aus trat er mit seiner Familie am 4. Juni 1938 die Flucht vor den Nationalsozialisten ins englische Exil an. Die Einrichtung des Museums in den ehemaligen Wohn- und Praxisräumen des Begründers der Psychoanalyse erfolgte 1971 mit Hilfe von Anna Freud, der jüngsten Tochter Sigmund Freuds.
Die ehemalige Wohnung und Ordination von Sigmund Freud sind heute als Museum eingerichtet. Das Sigmund Freud Museum zeigt originale Einrichtungsgegenstände, unter anderem das Wartezimmer, sowie eine Auswahl aus Freuds privater Antikensammlung, Autographen und Erstausgaben seiner Werke. Es ermöglicht Einblick in die Biographie Freuds, sein kulturelles Umfeld und die Entstehung der Psychoanalyse. Gezeigt werden auch historische Filmaufnahmen aus dem Privatleben Freuds und seiner Familie, zusammengestellt und kommentiert von Anna Freud.
Das Museum wurde im Laufe seines Bestehens schrittweise erweitert, durch eine Bibliothek einen Museumsshop, ein Bücherlager und einen Vortrags- und Ausstellungssaal. Mit der Übernahme des Gassenlokals neben dem Hauseingang Berggasse 19, in dem bis 1938 die koschere Fleischerei Siegmund Kornmehls untergebracht war, erhielt das Museum im Jahr 2002 eine neue Außenfläche. Das Lokal bietet mit seinen großen Schaufenstern einen repräsentativen Schauplatz für Installationen von Künstlern aus dem In- und Ausland
Berggasse 19
1090 Wien
www.freud-museum.at
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