Theke in der Kellerbar krypt.
© krypt. / Studio Mato

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Krypt.bar

Man würde es nicht für möglich halten, dass sich nach dem schmalen Treppenabgang ein architektonisches Juwel auf 250 Quadratmetern eröffnet. Selten ist eine Bar in Wien so großzügig angelegt. Ein historisches Kellergewölbe mit einer angeblichen Vergangenheit als halblegaler Jazzclub in den 1950er/1960er-Jahren wurde zu einer durchgestylten, modernen Bar umgebaut.

Blickfang ist eine sieben Meter lange Theke aus Marmor und Nussholz, kleine Nischen und versteckte Sitzlounges bieten jede Menge Rückzugsmöglichkeiten. Die extravagante Innengestaltung durch das Wiener Büro KLK wurde mit dem American Architecture Prize 2017 ausgezeichnet.

Die Cocktails sind ebenso ausgefallen wie die Architektur. Gemüse kommt in der Krypt.bar des Öfteren ins Cocktailglas. Der Karotten-Daiquiri war sensationell, ebenso wie der Drink mit Schokolade und Minze.

 

Zum Schwarzen Kameel

Neben ein paar Geschäftsmännern genehmigt sich hier ein Arbeiter ein Bier, eine kleine Runde Innenstadt-Damen kehrt zu ihrem wöchentlichen Treffen auf ein oder zwei Achterl und die legendären Brötchen ein, Touristen bestaunen das schöne Jugendstil-Ambiente mit der historischen Holzvertäfelung und den Relief-Fliesen, dazwischen trifft Polit-Prominenz auf Kunst-Schickeria.

Das Schwarze Kameel ist das älteste Szenelokal Wiens und hat heuer genau 400 Jahre auf dem Buckel. Schon Beethoven war häufig zu Gast. Das Restaurant steht für gutbürgerliche Wiener Küche, die bereits vielfach ausgezeichnet wurde. Die Bar im vorderen Bereich ist der eigentliche Hotspot. Hier werden die berühmten Sandwiches und Brötchen serviert. Die Kellner schlängeln sich durch das Gedränge. Oberkellner Johann Georg Gensbichler mit seinem markanten Backenbart dirigiert die Gäste an ihre Plätze, auch wenn er bereits in Altersteilzeit ist.

Das Kameel ist Wienerisch und international zugleich, ein Szenelokal für alle Altersgruppen, eine Art Freilichtmuseum für Wiener, ein authentisches Abbild der Wiener Gesellschaft mit all seinen Milieus. 1618 von Johann Baptist Cameel gegründet führt heute die Familie Friese das Kultlokal.

Die Delikatessen aus der Feinkost-Vitrine und der Patîsserie gibt’s auch zum Mitnehmen. Einen Blick in die Küche des Schwarzen Kameels kann man übrigens durch die Glasfassade in der Naglergasse werfen.

Zum Schwarzen Kameel

Bognergasse 5, 1010 Wien
  • Öffnungszeiten

    • Restaurant täglich, 12:00 - 14:30
    • Restaurant täglich, 18:00 - 23:00
    • Bar täglich, 08:00 - 00:00
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