Schanigarten
© WienTourismus / Peter Rigaud

Die schönsten Schanigärten

Wenn in Wien Tische und Stühle vor ein Kaffeehaus oder Beisl getragen werden, kann der Sommer nicht mehr weit sein. An den ersten warmen Sonnentagen im Frühling werden die typischen Wiener Schanigärten aufgebaut. Offiziell beginnt die Saison am 1. März und dauert bis 30. November.

Der Schanigarten ist eine Wiener Spezialität und ist nicht einfach nur ein Gastgarten. Das Besondere: Der Schanigarten befindet sich auf öffentlichem Grund. Meist auf einem Platz, in einer Fußgängerzone, auf dem Gehsteig oder in einer Parklücke, aber natürlich immer in unmittelbarer Nähe zum eigentlichen Lokal. Insgesamt gibt es in Wien rund 3.500 Schanigärten.

Die Wiener genießen im Schanigarten das schöne Wetter. Blumenkisten und große Pflanzen ersetzen den Gartenzaun, Sonnenschirme spenden kühlen Schatten. Und natürlich spielt auch das Sehen und Gesehen-Werden eine große Rolle. Wer vorbeigeht, überlegt sich eine kurze Pause. Wer schon sitzt, beobachtet die Vorbeigehenden.

Den ersten „offiziellen“ Wiener Schanigarten eröffnete Johann Jakob „Gianni“ Taroni. Er erhielt um 1750 die Genehmigung, vor seinem Lokal auf dem Graben in der Innenstadt Sessel und Tische aufzustellen. Von diesem Schanigarten-Pionier stammt vermutlich auch die Bezeichnung. Jean bzw. Schani ist die Wienerische Verkürzung von Taronis Vornamen Johann. Andere wiederum leiten das Wort von der Aufforderung an den Piccolokellner ab, der früher oft "Jean" oder "Schani" gerufen wurde: "Schani, trag' den Garten hinaus".

Malerische Plätze

Am allerschönsten sind die Schanigärten natürlich auf öffentlichen Plätzen. Am malerischen St.-Ulrichs-Platz zum Beispiel. Eine barocke Kirche, Kopfsteinpflaster, der Platz umgeben von alten Häusern, mittendrin die Schanigärten der Szenelokale Ulrich und Erich, tolles Essen und gute Drinks – so entsteht mediterranes Flair.

Ähnlich ist die Stimmung am idyllischen Piaristenplatz. Hier sitzt man unter schattigen Bäumen mit Blick auf die barocke Piaristenkirche. Am gemütlichsten ist es im Restaurant Il Sestante, dessen italienische Küche das italienische Lebensgefühl perfekt machen.

Romantische Atmosphäre liegt in den kleinen Gassen des Biedermeierviertels Spittelberg in der Luft. Im schönen Schanigarten des Restaurants Witwe Bolte wird typische Wiener Küche serviert, im hübschen Tian Bistro kommt vegetarische Küche auf den Tisch.

Wer gerne in einem klassischen Gehsteig-Schanigarten sitzt, sollte bei den 3 Hacken einkehren. Auf kleinstem Platz sorgt man mit vielen Pflanzen für ein gemütliches Flair und Sichtschutz von außen. So lässt sich die gute Wiener Küche ungestört genießen. Hübsch mit Pflanzen umrahmt ist auch der Schanigarten des Restaurants Skopik & Lohn, das eine Mischung aus Wiener und französischer Küche bietet.

Der innenstadtnahe Teil der Praterstraße hat sich zu einer der schönsten Schanigarten-Meile der Stadt entwickelt. Breite Gehsteige, gesäumt mit Bäumen, die Schatten spenden, wenig Autoverkehr, dafür aber ein paar einladende Schanigärten. Direkt an das Café Ansari und seiner georgischen Küche grenzt der Schanigarten des Mochi, wo umwerfend gut japanisch gekocht wird. Beim Ramasuri sitzt man auf bunten Sesseln im Freien und blickt auf das Nestroy-Denkmal.

Auf einem der ältesten Plätze Wiens – dem etwas versteckten Schulhof – liegt der Schanigarten des Restaurants Zum Finsteren Stern. Auch hier ist der Schanigarten von einer Kirche, alten Gebäuden, Kopfsteinpflaster und Bäumen umrahmt.

Tipps zu versteckten Gastgärten

Ulrich

St.-Ulrichs-Platz 1, 1070 Wien
  • Öffnungszeiten

    • Mo - Fr, 07:30 - 02:00
    • Sa - So, 09:00 - 02:00
    • feiertags, 09:00 - 02:00
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Tian Bistro am Spittelberg

Schrankgasse 4, 1070 Wien
  • Öffnungszeiten

    • Mo, 17:45 - 22:00
    • Di - Fr, 12:00 - 22:00
    • Sa - So, 10:00 - 22:00
    • feiertags, 10:00 - 22:00
    • Küchenzeiten siehe Website
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Gasthaus Zu den 3 Hacken

Singerstraße 28, 1010 Wien
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Café Ansari

Praterstraße 15, 1020 Wien
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Zum finsteren Stern

Schulhof 8, 1010 Wien
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