Zwei Feigen auf einem Ast hängend

Delikatessen aus Wien

Im Süden Wiens wachsen in einem riesigen Glashaus 200 Feigenbäume. Am Biobetrieb Feigenhof im 11. Bezirk ist vom Sommer bis November Erntezeit. Die aromatischen Früchte werden von Hand gepflückt und frisch oder verarbeitet, etwa als Feigenmarmelade oder Feigenlikör, ausschließlich an Samstagen verkauft. Auch Gemüse, Beeren und 200 verschiedene Kräuter gehören zum Angebot des Feigenhofs. Auf Anfrage werden auch Führungen angeboten. Ebenfalls im Süden Wiens, im 23. Bezirk, werden alte und rare Rosensorten kultiviert und zu duftenden Delikatessen verkocht. Zu kaufen sind die Gelees, Sirupe, Aufstriche, Liköre und Kosmetika in der Wiener Rosenmanufaktur, einem kleinen Geschäft in der idyllischen Schönlaterngasse im 1. Bezirk. Verkostungen gibt es hier nach Voranmeldung.

Die Erzeugnisse der Wiener Essigbrauerei Gegenbauer werden nicht nur von Spitzenköchen geschätzt. „Essigpapst“ Erwin Gegenbauer stellt im 10. Bezirk eine Vielfalt an hochwertigen Frucht-, Wein-, Balsam- und Trinkessigen her, die allesamt reine Naturprodukte und weder pasteurisiert noch gefiltert sind. Zu verkosten und erstehen sind die Produkte des Wiener Traditionsunternehmens am Naschmarkt. Der 10. Bezirk ist auch die Heimat der Wiener Schnecke. Andreas Gugumuck hat sich der Wiederentdeckung dieser alten Wiener Delikatesse verschrieben und züchtet Weinbergschnecken in Freilandhaltung auf einem 400 Jahre alten Bauernhof. Auch Spezialitäten wie Schneckenleber und Schneckenkavier werden produziert, die sich mittlerweile auf den Speisekarten der besten Restaurants der Stadt finden und auch im Shop der Schneckenmanufaktur erhältlich sind. Jährlich von Mai bis Oktober finden Führungen durch die Schneckenfarm und Verkostungen im Bistro der Schneckenmanufaktur statt. Besucher hören unterhaltsame Geschichten von Andreas Gugumuck über die Geschichte, Biologie, Zucht und Zubereitung der Wiener Schnecken. An drei Freitagen im Monat kredenzt ein Küchenchef im Bistro außerdem ein mehrgängiges Menü im Zeichen der Schnecke, begleitet von Wiener Wein des Winzers Wieninger.

Der Großteil der landwirtschaftlichen Betriebe Wiens befindet sich in den äußeren Bezirken im Süden, Norden und Osten der Stadt, wo große Grünflächen zur Verfügung stehen. Die Wiener Bienen wohnen aber auch mitten im Zentrum: Bienenstöcke stehen z.B. auf dem Dach der Staatsoper und auf mehreren Hotels wie dem Hotel Daniel Wien. Dort wird der Honig zum Frühstück serviert und kann auch im Hotelshop gekauft werden. Bienen fühlen sich in Wien sehr wohl. Die zahlreichen Wiesen, Blumen und Bäume in den Parks, Gärten, entlang der Straßen, auf Balkonen und begrünten Dächern bieten den 200 Millionen Wiener Bienen ein vielfältiges und durch unterschiedliche Blütezeiten auch beständiges Nahrungsangebot. Außerdem ist es in der Stadt länger warm als auf dem Land und Pestizide werden kaum eingesetzt. Betreut werden die rund 5.000 Bienenvölker von 600 Imker.

Die Wiener Landwirtschaft produziert alljährlich eine erstaunliche Vielfalt an Lebensmitteln, begünstigt durch viele Sonnentage und den nahen Neusiedlersee im Burgenland, der als riesiger Wärmespeicher wirkt. Wien ist die einzige Millionenstadt der Welt, die nennenswerten Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen betreibt. 700 Hektar Rebfläche ergeben eine durchschnittliche Weinernte von 2,4 Millionen Litern jährlich. Wo der Wein gedeiht, gibt es auch Gemüse bester Qualität. Rund 900 Betriebe sind in der Großstadt in der Landwirtschaft tätig. Die Wiener Gärtner bauen knapp 60 Prozent aller österreichischen Gurken an, auch Melanzane, Petersilie, Paprika und Paradeiser liefern in Wien hohe Erträge.

Wiener Rosenmanufaktur

Schönlaterngasse 7, 1010 Wien

Wiener Essigbrauerei Gegenbauer

Waldgasse 3, 1100 Wien
  • Öffnungszeiten

    • Termine für Führungen sind auf der Homepage angekündigt bzw. nach Vereinbarung möglich.

Gegenbauer Essig

Naschmarkt, Stand 111-114 , 1060 Wien

 

Mit VIENNA / NOW zu Gast auf der Schneckenfarm von Andreas Gugumuck

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