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Eissorten
© Lisa&Giorgio

Eis aus der Cloud

Giorgio und Lisa Leone haben ihre Liebe für echtes Gelato vor über zehn Jahren in Süditalien entdeckt. 2015 brachten sie die original italienische Eistradition nach Wien, genauer gesagt in die Lange Gasse 78 im achten Bezirk, wo sie ihren ersten Salon eröffneten. Zwei in der Innenstadt und einer in der Leopoldstadt folgten bald. Je mehr Filialen, desto größer wurde der Eis-Bedarf und damit der Aufwand. Inventur, Planung und Organisation der Produktion wurden immer mehr zu Herausforderung. Da Not bekanntlich erfinderisch macht, kam 2017 die zündende Idee: eine eigene Eis-Management-Software.

Digitales Konzept

Giorgio Leone studierte Informatik an der TU in Wien. Er wollte zwar weniger vor dem Computer sitzen, dass er allerdings eines Tages Eis produzieren würde, ahnte er nicht. „Jetzt haben wir eben einen hochgerüsteten Eissalon“, lacht Giorgio. Lisa, seiner Frau, ist es zu verdanken, dass sie den Schritt in die Eismacherei gewagt haben.

Gemeinsam entwickelten sie die einzigartige Eis-Management-Software, die ihnen dabei hilft, den Überblick über die Eissorten, den Produktionsstand und den Bedarf zu behalten. Durch Einbindung von Wetterdaten und Kundenwünschen arbeitet die Software noch gezielter und die Produktion wird effizienter. Die Daten werden in der Cloud gespeichert und bei Bedarf abgerufen.

Technologie wie noch nie

Bereits bei der Eis-Produktion kommt die Technologie zum Einsatz: In der Software sind die wichtigsten Daten wie etwa Rezeptur, Produktionsdatum, Menge etc. hinterlegt. Diese werden automatisch durch das Scannen beim Abfüllen auf die smarten Eisbehälter mit integriertem Chip übertragen. „Über die Tablets sehen wir, an welchem Standort welche Sorte benötigt wird.“ Lisa Leone erklärt auch, dass nachhaltige Produktion ihre Tücken birgt: „Wir bekommen unsere Produkte stets frisch und saisonal geliefert. Wir wissen vorher nicht, wie süß die Himbeeren für unser Sorbet sein werden oder ob die Pfirsiche schon reif genug sind." Sehr smart, dass die Rezeptur an verschiedene Süße-Grade angepasst werden kann und das Eis trotzdem immer eine gleich hohe Qualität hat. Zwölf bis 14 Sorten werden täglich frisch produziert, wobei nicht in jeder Filiale dasselbe Angebot zu finden ist. Auf der Website kann in Echtzeit nachgelesen werden, ob es das persönliche Lieblingseis noch gibt. Das beliebteste Eis ist übrigens Pistazie aus eigens gerösteten italienischen Pistazien.

Pionier in der Eis-Landschaft

„Wir wissen gar nicht mehr, wie wir das damals ohne diese Technologie geschafft haben.“ - Lisa Leone ist glücklich, dass sie dank der Wirtschaftsagentur Wien den Schritt in Richtung Digitalisierung gewagt haben. „Ein Familienunternehmen, das maximal sechs Monate im Jahr Umsatz macht, könnte das Innovationsbudget selbst kaum aufbringen.“

Die Wirtschaftsagentur Wien zielt mit speziellen Förderprogrammen auf Digitalisierung ab und machte diesen Entwicklungsschritt erst möglich. Derzeit gibt es kein vergleichbares System auf dem Markt. Familie Leone könnte sich gut vorstellen, dass auch andere Eis-Manufakturen von ihrer innovativen Idee profitieren können. Und dann auch den Schritt in die digitale Eiswelt wagen.

Leones Gelato

Lange Gasse 78
1080 Wien

Leones Gelato

Freisingergasse 1
1010 Wien

Leones Gelato

Praterstraße 16
1020 Wien
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