Statuen im Goldenen Saal des Musikvereins
© WienTourismus / Foto Terry Wien

Musikverein

Millionen Musikfreunde auf der ganzen Welt kennen den Musikverein Wien als eines der traditionsreichsten Konzerthäuser, in dem Künstler allerersten Ranges gastieren. Das Gebäude am Karlsplatz, unweit des Prachtboulevards Ringstraße, erinnert an einen Tempel, 1870 erbaut von Theophil Hansen im historisierenden Stil mit Säulen, Giebeln und Reliefs.

150 Jahre Musikverein

Am 6. Jänner 1870 bejubelte man beim ersten Konzert, das im Musikvereinsgebäude stattfand, die Architektur und Akustik. Dazu kommt die Emotion: Beseelt wird der Raum von der Hingabe, mit der hier auf und hinter der Bühne für die Musik gearbeitet wird – seit 150 Jahren.

Zum Jubiläum 2020:

  • 29. Februar 2020 (Schalttag): Tag der offenen Tür zum Jubiläum (Zählkarten zu bestellen ab 10.2.2020 an der Tageskasse; Detailinfos bei )
  • Die Spielzeit 2019/20 bringt einen Jubiläumszyklus, einen Beethoven-Zyklus und gleich zwei Mahler-Zyklen – also herausragendes Programm mit ebensolchen Interpreten.
  • "Der Musikverein in Wien – Ein Haus für die Musik", ein Buch von Joachim Reiber
  • Neujahrsmünze 2020 "Glücksklänge", eine neuneckige 5-Euro-Münze mit Motiven aus dem Großen Saal in den beiden Editionen Silber und Kupfer
  • TV-Tipp: die einstündige Dokumentation "150 Jahre Musikverein", 1. Jänner 2020, 9:05 Uhr (ORF 2)

Der Große Musikvereinssaal, auch "Goldener Saal" genannt, ist für seine prachtvolle Ausstattung berühmt. Apollo und die Musen sind etwa ein Blickfang am Plafond, die Säulen sind als antike Frauenfiguren gestaltet. Ebenso unvergleichlich wie die Optik ist die Raumakustik – die dortigen Klangerlebnisse sind weltweit einzigartig. Aus dem Goldenen Saal wird alljährlich das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker für ein Millionenpublikum international im Fernsehen übertragen. Auch an den übrigen 364 Tagen im Jahr bietet der Musikverein Konzerte auf Top-Niveau. Er ist jedoch längst nicht mehr ausschließlich ein Tempel der Klassik.

Glas, Metall, Stein, Holz

Seit 2004 gibt es im Musikverein die vier Neuen Säle: Den Gläsernen Saal, den Metallenen Saal, den Steinernen Saal und den Hölzernen Saal. Hier liegt der programmatische Schwerpunkt auf der Präsentation von Nachwuchskünstlern. So debütierte etwa die bereits international nachgefragte Sopranistin Anna Prohaska im Gläsernen Saal.

Jazz ist in den Vier Neuen Sälen des Musikvereins ebenso daheim wie das gesprochene Wort Schauspieler, Autoren und Musiker lesen aus eigenen Werken, erzählen Geschichten oder sprechen zu musikalischen Themen. Auch das junge Publikum findet sich gern in den neuen Sälen ein, wo über 230 Kinder- und Jugendkonzerte den Nachwuchs für die Musik begeistern.

Die meist täglich außer sonntags stattfindenden 45-minütigen Führungen in Deutsch und Englisch bieten Gelegenheit, den Musikverein abseits des Konzertbetriebs kennenzulernen.

Neben dem Musikverein gibt es in Wien ein gutes Dutzend weiterer Veranstaltungssäle, wo man ebenfalls den guten Ton trifft. Allen voran zu nennen ist das Wiener Konzerthaus.

Musikverein

Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien
  • Öffnungszeiten

    • Mo, 09:00 - 20:00
    • Di, 09:00 - 20:00
    • Mi, 09:00 - 20:00
    • Do, 09:00 - 20:00
    • Fr, 09:00 - 20:00
    • Sa, 09:00 - 13:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos
        über Rampe, automatische Türe mit Schalter von außen zu öffnen
      • Rampe   164  cm  breit
    • Lift vorhanden
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Anmerkungen

      Vor dem Eingang zur Konzertkassa (Bösendorferstraße 12) befindet sich eine Glocke, das Kassenpersonal kommt für die Abhandlung der Kartengeschäfte vor die Türe.
      Lift führt in alle Stockwerke.
      Brahms-Saal: 6 Rollstuhlplätze, Großer Saal: 2 Rollstuhlplätze im Parterre und 16 im Balkonbereich, Gläserner Saal/Magna Auditorium: 4 Rollstuhlplätze

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