Porträt der RSO-Dirigentin Marin Alsop.
© Adriene White

Wien Modern

Die Stadt wächst. Die Bevölkerung wächst. Die Wirtschaft wächst. Wachstum ist überall. Für viele ist die Notwendigkeit des Wachstums zum Mantra geworden. In der Musik fühlt sich die Sache deutlich anders an. Musik als Kunst der Gegenwart horcht mit ihren ganz eigenen Mitteln auf den Herzschlag unserer Zeit.

Beim diesjährigen Festival Wien Modern interpretieren zahlreiche Künstler den Begriff Wachstum.

Marin Alop und das RSO

Zum Auftakt spielt am 31.10. das Radio-Symphonierchester Wien Jón Leifs Komposition Hekla, eines der lautesten Orchesterstücke aller Zeiten, unter Leitung der neuen Chefdirigentin Marin Alsop. Mit ihr steht erstmals eine Frau an der Spitze eines österreichischen Orchesters. Aus diesem Anlass finden auch Lectures mit Komponisten, eine Masterclass mit Marin Alsop für Dirigenten und eine Podiumsdiskussion über Gleichstellung in der Musik statt.

Entdeckungsreisen

Zu den weiteren Höhepunkten des Festivals zählen die Tanz- und Performance-Auftritte von Doris Uhlich, DD Dorvillie und dem Kollektiv Mycelium. Eine Entdeckungsreise zwischen dem Zuviel und Zuwenig bietet einerseits das längste Konzert, das am 9.11., im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek vor Sonnenaufgang beginnt und nach Sonnenuntergang endet, und anderseits das kürzeste Konzert des Festivals, am 23.11. im Studio Molière, das gerade einmal 20 Minuten dauert. Auf dem Programm stehen außerdem 110 Ur- und Erstaufführungen.

Das Festival Wien Modern wurde 1988 von dem italienischen Dirigenten Claudio Abbado gegründet, um dem Wiener Publikum zentrale Werke der Neuen Musik in großem Rahmen zugänglich zu machen. Abbado war ständiger Gastdirigent der Wiener Philharmoniker sowie Chefdirigent der Mailänder Scala, des Londoner Sinfonieorchesters, der Wiener Staatsoper und der Berliner Philharmoniker.

Wien Modern 32

28.10.–30.11.2019
24 verschiedene Spielstätten
www.wienmodern.at

Porträt der Komponistin und Pianistin Lera Auerbach.

Lera Auerbach

 

© Lera Auerbach
Porträt der Swingle Singers bestehend aus vier Männern und drei Frauen.

The Swingles

© Nedim Nazerali
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