Ensemble von "Der eingebildete Kranke", Wiener Lustspielhaus 2018
© Lalo Jodlbauer

Wiener Lustspielhaus

Impresario Adi Hirschal bietet bereits zum 15. Mal in seinem Wiener Lustspielhaus mitten in der Wiener Innenstadt vergnügliches Sommertheater. Heuer kommt Molières klassische Komödie "Der eingebildete Kranke", bearbeitet als bodenständige Posse im Wiener Dialekt und auf Wiener Boden spielend, auf die Bühne. Der temporäre Theaterbau ist ein Original. Jedes Bildmotiv an der Fassade ist handgemalt und atmet einen Hauch Alt-Wien.

Der eingebildete Kranke - neu verschrieben

Als Jean-Baptiste Molières "Der eingebildete Kranke" zum ersten Mal aufgeführt wurde, schrieb man das Jahr 1673. Es war Molières letztes Theaterstück. Und es ist doch ewig gültig. Die Medizin hat seither zwar atemberaubende Fortschritte gemacht, aber das Wesen des Menschen selbst scheint sich in den mehr als vierhundert Jahren seit der Premiere kaum verändert zu haben. Seine Hin- und Anfälligkeit für körperliche wie charakterliche Schwächen aller Art ist unverändert hoch.

So dreht sich heute wie damals alles um den armen, kranken Albert (Adi Hirschal), dem nichts fehlt, der aber alles hat. Albert ist überzeugt, krank zu sein, er kennt und zeigt vielerlei Symptome und doch steht sein Arzt, Dr. Vorhoff-Flimmer (Peter Lodynski), bei ihm vor einem - höchst einträglichen - Rätsel. Die Haushälterin Toni (Theresia Haiger), durchschaut als einzige, welches Spiel mit Alberts Neurosen getrieben wird. 

Alberts zweite Ehefrau Belli (Sylvia Haider) hofft auf eine blendende Zukunft als reiche Witwe, doch ihr Gemahl steht ihr dabei unerwartet lange im Wege. So beschließt sie, sich Alberts Vermögen mit einer Intrige schon zu dessen Lebzeiten zu sichern. Tonis Versuche, das Unheil aufzuhalten und dem begnadeten Neurotiker Albert zur der für ihn entsetzlichen Einsicht zu verhelfen, dass er bei bester Gesundheit ist, stoßen vor allem bei Albert selbst auf heftigen Widerstand. Denn wo wäre er denn ohne Krankheit? Toni entwirft einen Plan von wahrhaft hypnotisierender Wirkung ...

Wiener Begleitprogramm

Hochkarätige Gastprogramme mit typischem Wiener Schmäh ergänzen die 38 Vorstellungen von 11. Juli bis 1. September: Herzhaft der Wiener Seele auf den Mund schauen Adi Hirschal und Wolfgang Böck mit den Strizziliedern. Adi Hirschal ist auch solo sowie mit Erika Pluhar und – beim Sommerschlusskonzert – mit seinem Samtorchester zu erleben. Es gibt Comedy von Heilbutt & Rosen und Wienerlieder von Agnes Palmisano. Erich Schleyer interpretiert Grimms Märchen für Erwachsene neu, begleitet von zwei Musikern. Einen Abend bestreiten Stermann & Grissemann.

Wiener Lustspielhaus: Der eingebildete Kranke

11.7.-1.9.2018
Infos: www.wienerlustspielhaus.at
Tickets: www.wien-ticket.at

 

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