Donau-City
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Reisen ist nicht das Problem

Entscheidend ist nicht, wo man ist, sondern wie man sich verhält.

In einem aktuellen Strategiepapier stellt das deutsche Robert Koch Institut (RKI) zum Thema Mobilität fest: "Erhöhte Mobilität (berufliche oder private Reisetätigkeit) bedeutet erweitertes Risiko, jedoch ist dieses Risiko nicht primär an den Ort der Reise oder ein spezifisches Gebiet gebunden, sondern hängt wesentlich von dem Verhalten des Einzelnen in einem Gebiet mit Virusübertragungen ab."

Zugleich betont das RKI die Bedeutung der Eigenverantwortung: "Das Verhalten jedes Einzelnen zählt: Die konsequente Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln dient nicht nur dem Eigen- und Fremdschutz vor SARS-CoV-2, sondern kann zusätzlich andere Infektionskrankheiten eindämmen." Reisenden, so die Forderungen, müssen mit Kommunikationsmitteln in unterschiedlichen Sprachen über Tests, Quarantäne und Isolation informiert werden.
(Quelle: Robert Koch Institut, Strategie-Ergänzung, Stand 13.10.2020)

Flüge stellen ein sehr geringes Risiko dar.

Der Internationale Luftverkehrsverband IATA (International Air Transport Association) belegt die geringe Häufigkeit von Covid-19-Übertragungen während Flügen mit einer aktualisierten Liste der veröffentlichten Fälle: Seit Anfang 2020 wurden 44 Fälle von Covid-19 gemeldet, in denen die Übertragung mit einer Flugreise in Verbindung gebracht wurde (einschließlich bestätigter, wahrscheinlicher und potenzieller Fälle). Im gleichen Zeitraum reisten etwa 1,2 Milliarden Passagiere. Dr. David Powell, medizinischer Berater der IATA: "Das Risiko, dass sich ein Passagier an Bord mit Covid-19 infiziert, erscheint sehr gering. Da unter 1,2 Milliarden Reisenden nur 44 potenzielle Fälle von flugbedingter Übertragung identifiziert wurden, ist das ein Fall pro 27 Millionen Reisende." Auch wenn man mit einer sehr hohen Dunkelziffer von 90 % rechne, wäre dies nur ein Fall pro 2,7 Millionen Reisende, betont Powell: "Wir halten diese Zahlen für äußerst beruhigend. Darüber hinaus trat die überwiegende Mehrheit der veröffentlichten Fälle auf, bevor das Tragen von Gesichtsmasken während des Fluges weit verbreitet war."

Die bestehenden Flugzeug-Luftstromsysteme, hocheffiziente HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air Filter), die natürliche Barriere der Sitzlehne, die Abwärtsströmung der Luft und hohe Luftaustauschraten reduzierten effizient das Risiko der Krankheitsübertragung an Bord bereits in normalen Zeiten, betont die IATA. Das verpflichtende Tragen von Mund-Nasen-Schutz für Passagiere und Besatzung während der Pandemie stelle eine weitere wichtige Maßnahme dar.
(Quelle: IATA/International Air Transport Association, Press Release, 8.10.2020)

Darüber hinaus bieten die Austrian Airlines vorerst von 12. bis 30. November 2020 für die Flüge OS171 und OS172 zwischen Wien und Hamburg Covid-19-Tests an: Alle Fluggäste und die gesamte Crew werden vor Abflug getestet. Nach etwa 10 bis 40 Minuten liegt das Ergebnis vor. Ist der Passagier negativ, kann er den Flug antreten. Ist er positiv, können Sie leider nicht an Bord gehen. Ein positiver Antigen-Schnelltest wird als Covid-19-Verdachtsfall eingestuft und die medizinischen und behördlichen Vorschriften des jeweiligen Abfluglandes kommen zur Anwendung. Infos auf der Website des Flughafens

Flughafen Wien Schwechat

Flughafen Wien

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Hotellerie und Gastronomie sind bestens vorbereitet.

In der Hotellerie und der Gastronomie sind bisher sehr wenige Cluster-Bildungen (Häufungen von Covid-19-Infektionen) beobachtet worden. Die Cluster-Settings in diesem Bereich bewegen sich laut den Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Österreich im niedrigen einstelligen Bereich.

Die Wiener Hotellerie hat umfangreiche Sicherheits- und Hygienekonzepte entwickelt. Die Wirtschaftskammer Wien hat in Kooperation mit dem WienTourismus das Sicherheitssiegel "Safe Stay" entwickelt, um die Beherbergungsbetriebe bei der Umsetzung hoher Sicherheits- und Qualitätsstandards zu unterstützen. Wien steht für höchste Qualitäts- und Hygienestandards. Mehrfach ausgezeichnet als eine der lebenswertesten, sichersten und smartesten Metropolen der Welt, ist es Teil der Initiative "Safe Travels" des World Travel & Tourism Council (WTTC). Das Label "Safe Travels" wurde vom WTTC unter Mitwirkung u. a. seiner Mitglieder, Gesundheitsexperten und der UNWTO als das weltweit erste globale Sicherheitssiegel für den Reise- und Tourismussektor speziell zur Bekämpfung von Covid-19 entwickelt.

(Quelle: AGES, Stand 16.10.2020)

Infos zum Sicherheitssiegel "Safe Stay" auf der B2B-Seite des WienTourismus

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