ORF/Netflix-Serie “Freud”, Sujet
© ORF/Satel Film/Bavaria/Studio Superplus

Freud und Leid – in Serie

Wien, Fin de Siècle, 1886. Eine neue Zeit bricht an, und mit ihr werden die revolutionären Theorien des jungen Sigmund Freud immer konkreter – und lauter. Mit seinem Denken stößt der Visionär auf heftigen Widerstand, der ihn beinahe verzweifeln lässt. Gerade jetzt trifft er auf das Medium Fleur Salomé und Alfred Kiss, Kriegsveteran und Polizist, und findet sich an ihrer Seite mitten in einer mörderischen Verschwörung wieder. Der Beginn eines hypnotischen Trips, der versucht in die Abgründe der menschlichen Seele einzutauchen. - Ab 23. März kann die Serie bei Netflix gestreamt werden. Der ORF zeigt den Achtteiler bereits ab 15. März (Sendetermine am Ende des Artikels).

"Wir wollen einen Freud zeigen, den wir so nicht kennen – einen Mann auf der Suche nach Anerkennung, zwischen Vernunft und Trieb", verspricht Marvin Kren, Regisseur von "Freud".

Hysterie und Hypnose

Zwischen Hysterie, sinistren Séancen und der Demonstration seiner ersten Hypnose vor der Wiener Ärzteschaft lernt der junge Freud (Robert Finster) Inspektor Kiss (Georg Friedrich) kennen. Der schwer traumatisierte Kriegsveteran heuerte bei der Polizei an und wird zusammen mit Freud und dem stadtbekannten Medium Fleur Salomé (Ella Rumpf) in einen Strudel aus Komplott, Hypnose und Verbrechen gezogen. Während Freud Fleur zunächst für eine Betrügerin hält, wird sie immer mehr zu seiner Vertrauten, die ihn zeitweise an seinem Weltbild, aber auch an der bevorstehenden Verlobung mit Martha Bernays (Mercedes Müller) zweifeln lässt. Die illustre adelige Wiener Gesellschaft vertreibt sich indes ihre Zeit mit ausschweifenden Partys und mystischen Séancen. Man trifft sich im Palais Szápáry, denn die ungarischen Adligen haben sich in den feinen Wiener Kreisen längst einen Namen gemacht. Dabei ahnt noch niemand, was Gräfin Sophia Szápáry (Anja Kling) und ihr Cousin Graf Viktor Szápáry (Philipp Hochmair) wirklich im Schilde führen.

Fakten und Fiktion 

Die achtteilige ORF/Netflix-Serie "Freud" zeigt einen rastlosen Sigmund Freud, der weniger auf die Suche nach der Ergründung der Seele als auf die Suche nach Verbrechern geht. 

"Seine Psychoanalyse und das Konzept von Es, Ich und Über-Ich entstanden ja nicht im luftleeren Raum – sie beruhen auf Erfahrungen, auf den Erlebnissen eines zerrissenen Genies, dem nichts Menschliches fremd war", so Regisseur Marvin Kren.

Der mehrfach preisgekrönte Wiener Regisseur Marvin Kren bewegt sich bewusst immer wieder zwischen Fakten und Fiktion, um so ein ganz neues Bild des Superstars Freud zu kreieren. Dunkle Gassen, verlassene Kanäle und verirrte Seelen – in einem Interview bezeichnet Kren das Genre der Serie sogar als "Vienna Noir" und befeuert mit "Freud" einmal mehr Wiens Ruf als Welthauptstadt der Morbidität. Gedreht wurde 86 Tage lang in Wien und Prag. Insgesamt 90 Rollen umfasst der große Cast.

Freud auf Netflix

Seit 23.3.2020 kann man die Serie weltweit streamen. "Freud" wurde in acht Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Brasilianisches Portugiesisch, Spanisch, Katalanisch, Türkisch) übersetzt und wird in insgesamt 30 Sprachen untertitelt. Hier gibt's den aktuellen Trailer.

Teilen, bewerten und Feedback
Artikel bewerten
Artikel weiterempfehlen

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.
Die angegebenen Daten und E-Mail-Adressen werden nicht gespeichert oder weiterverwendet.

Von
an
Feedback an die wien.info Redaktion

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Anrede *