Ansicht der zentralen Ausstellungshalle der Albertina modern
© Robert Bodnar

Modern, postmodern, Albertina modern

Die Albertina modern (eröffnet am 27. Mai) steht im Zeichen moderner, postmoderner und zeitgenössischer Kunst. Sie liegt nur wenige Gehminuten von der Albertina entfernt. Entstanden ist ein Ort, der große Namen der Kunstwelt der vergangenen Jahrzehnte präsentiert. Die Bestände des Museums vereinen prägende österreichische Künstler wie Hermann Nitsch, Maria Lassnig und Valie Export, aber auch Friedensreich Hundertwasser, Christian Ludwig Attersee und Gottfried Helnwein.

Genauso richtet die Albertina modern den Fokus auf wichtige internationale Künstler des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die Popart von Andy Warhol und Roy Lichtenstein befindet sich in den Beständen des Museums ebenso wie Werke von Damien Hirst, Jonathan Meese und Anselm Kiefer. In Summe schöpft der neue Kunst-Hot-Spot aus über 60.000 Kunstwerken von 5.000 Künstlern. Die inhaltliche Basis des Museums bilden die Sammlungen Essl und Jablonka. Es geht um Kunst, die niemanden kalt lässt.

Die Sammlung Essl im Mittelpunkt

Die Sammlung Essl zählt zu den wichtigsten Sammlungen österreichischer Kunst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie gehört seit dem Jahr 2017 als Dauerleihgabe zu den Beständen der Albertina. Phantastischer Realismus, Wiener Aktionismus, aber auch Vertreter der Postmoderne und der Gegenwartskunst: Die Sammlung Essl vereint alle Strömungen, die für Österreichs jüngere Kunstgeschichte prägend waren. Die Albertina modern hat somit eine starke identitätsstiftende Funktion.

Für den internationalen Drall des neuen Ausstellungshauses sorgt die Sammlung Jablonka. Die großen Namen der deutschen Kunstszene wie Anselm Kiefer, Georg Baselitz sowie Markus Lüpertz und Jörg Immendorff sind ebenso vertreten wie US-amerikanische Größen von Andy Warhol über Cindy Sherman hin zu Eric Fischl und Robert Longo. Ein Traum für alle Liebhaber moderner Kunst.

Das Künstlerhaus in neuer alter Pracht

Um diese einzigartigen Sammlungen, die Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Fotografien und Videos umfassen, in einem entsprechenden Rahmen präsentieren zu können, ging der Eröffnung des neuen Museums eine mehrjährige Sanierung des Künstlerhauses voraus. Die in den 1860er Jahren im Zuge des Ringstraßenbaus errichtete Kunstinstitution ist seit ihrer Eröffnung 1868 einer der wichtigsten Kunstschauplätze Wiens, der sich stets zu wandeln wusste. Nun erstrahlt das Künstlerhaus wieder in einer Pracht wie zur Zeit des Ringstraßenbaus.

Aufrüttelnde Kunst zum Auftakt

Zum Auftakt zeigt die Albertina modern die Ausstellung „The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980“. Damit wird eine der vielfältigsten und provokantesten Phasen österreichischen Kunstschaffens in den Mittelpunkt gerückt. Es war eine Kunstepoche, die an den Grundfesten der Gesellschaft gehörig rüttelte. Es galt der Spießigkeit der Nachkriegsjahre aufwühlende und schonungslose Kunst entgegenzustellen. Zu sehen sind Werke von Günter Brus, Christian Ludwig Attersee, Wander Bertoni, Wolfgang Hutter, Franz West, Kiki Kogelnik, Valie Export und rund 70 weiteren österreichischen Künstlern. Maria Lassnig, Friedensreich Hundertwasser und Arnulf Rainer widmet „In the Beginning“ eigene Räume.

The Beginning. Kunst in Österreich von 1945 bis 1980

27.5.-8.11.2020

Hinweis: Bitte beachten Sie aufgrund der derzeitigen Lage, dass sich die Öffnungszeiten der einzelnen Institutionen geändert haben können. Informieren Sie sich bitte vor Ihrem Besuch bei den Museen.

Albertina modern

Karlsplatz 5, 1010 Wien
  • Vienna City Card

  • Öffnungszeiten

    • Mo, 10:00 - 19:00
    • Di, 10:00 - 19:00
    • Mi, 10:00 - 19:00
    • Do, 10:00 - 19:00
    • Fr, 10:00 - 19:00
    • Sa, 10:00 - 19:00
    • So, 10:00 - 19:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • ( Tür  135  cm  breit )
        Plattformlift, Automatische Doppelschwingtüre
    • Lift vorhanden
      • 270 cm tief , Tür 110 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Auf Wunsch wird ein Rollstuhl für die Dauer des Ausstellungsbesuches bereitgestellt (4 Rollstühle im Erdgeschoss, 1 Rollstuhl im Untergeschoss vorhanden)

    • Anmerkungen

      Lift in alle Ausstellungen

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