Der violette Hut, 1907 von Félix Vallotton
© Foto: Reto Pedrini, Zürich

Die Sammlung Hahnloser

Unbestritten, es gibt ihn. Den richtigen Riecher. Und den hat das Sammlerpaar Arthur Hahnloser (1870-1936) und Hedy Hahnloser-Bühler (1872-1952) eindrucksvoll bewiesen. Begonnen hat alles in der Villa Flora in Winterthur (Schweiz). 1898 bezog das junge Ehepaar ihr neues Heim und startete sogleich auch ihre Sammlung. Ihre Reisen führten sie immer wieder nach Paris oder Südfrankreich. Dort angekommen, besuchten sie Galerien oder statteten gleich den Künstlern direkt einen Besuch im Atelier ab. Durch die enge Verbindung der Schweizer Kunstliebhaber mit ihren Künstlerfreunden entstand in den Jahren zwischen 1907 bis 1936 eine der umfassendsten Privatsammlungen der französischen Moderne. Zu ihren Freunden zählten große Namen wie Pierre Bonnard, Henri Matisse, Félix Vallotton und Ferdinand Hodler. Als regelrechte Trendsetter und Vorreiter könnte man die Hahnlosers bezeichnen. So begannen sie als eine der ersten Sammler in der Blütezeit der Avantgarde ihren Blick nach Frankreich zu richten. Und legten damit den Grundstein für ihre 500 Gemälde, Papierarbeiten und Plastiken umfassende Sammlung.

Das Prinzip Hahnloser

Arthur und Hedy Hahnloser haben das Sammeln von Kunst immer als sinnstiftende Lebensaufgabe betrachtet. Und so wurde die Villa Flora mit den Jahren immer mehr zum Gesamtkunstwerk. Darum war es ihnen auch wichtig, ihr Umfeld in ihre Kunsttätigkeit miteinzubeziehen. Sie motivierten Verwandte und Freunde, ihre bevorzugten Künstler zu kaufen oder verhalfen eben diesen Künstlern durch Schenkungen an andere private Sammler oder Kunstmuseen zu Bekanntheit. Das so genannte "Prinzip Hahnloser" hat die Schweizer Museumssammlungen und ihre Ankaufspolitik nachhaltig enorm bereichert.

Batliner meets Hahnloser

Die Albertina zeigt nun ein Kondensat aus den 80 wichtigsten und schönsten Werken der ursprünglich 500 Arbeiten der Sammlung Hahnloser. Im Verlauf ihrer Sammeltätigkeit wurden auch große Werke von Pierre-Auguste Renoir, Vincent Van Gogh, Paul Cézanne oder Henri Toulouse-Lautrec ergänzt. Um nur zwei prominente Arbeiten zu nennen: Van Goghs Nachtcafé in Arles oder auch Vallottons Die Weiße und die Schwarze. Die in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke aus der Sammlung Hahnloser werden außerdem mit 20 Werken aus der hauseigenen Sammlung Batliner in Dialog gebracht.

Van Gogh, Cézanne, Matisse. Die Sammlung Hahnloser. 

27.8.-15.11.2020

Hinweis: Bitte beachten Sie aufgrund der derzeitigen Lage, dass sich die Öffnungszeiten der einzelnen Institutionen geändert haben können. Informieren Sie sich bitte vor Ihrem Besuch bei den Museen.

Albertina

Albertinaplatz 1 , 1010 Wien
  • Vienna City Card

  • Preise

    • Jugendliche unter 19 J.   €0,00
  • Öffnungszeiten

    • Mo, 10:00 - 18:00
    • Di, 10:00 - 18:00
    • Mi, 10:00 - 21:00
    • Do, 10:00 - 18:00
    • Fr, 10:00 - 21:00
    • Sa, 10:00 - 18:00
    • So, 10:00 - 18:00
    • feiertags, 10:00 - 18:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos (Doppelschwingtüre   190  cm  breit )
    • Lift vorhanden
      • 260 cm breit und 270 cm tief , Tür 150 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Leihrollstühle vorhanden (Voranmeldung: Tel. +43 1 534 83-540).
      Führungen für Blinde, Rollstuhlfahrer, sowie Demenzbetroffene mit Begleitperson möglich (Voranmeldung: Tel. +43 1 534 83-540).
      Führungen in Gebärdensprache möglich (Voranmeldung: Tel. +43 1 534 83-540).
      Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderung.

    • Anmerkungen

      Zugang zu den Ausstellungsräumen und zum Restaurant/Café sowie zum Shop stufenlos. Alle Räumlichkeiten können barrierefrei erreicht werden.

      Barrierefreie WCs auf den Ebenen 1 und -1; WC Ebene 1: Türbreite: 90 cm, Raumabmessung: 170 x 150 cm; WC Ebene -1: Türbreite 85 cm, Raumabmessungen: 180 x 110 cm.

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