Cindy Sherman, 1980
© KUNSTMUSEUM WOLFSBURG/Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York

Cindy-fluenced

Wer Cindy Sherman kennt, der weiß: Bei Cindy dreht sich alles um Cindy. Denn das liebste Motiv der Künstlerin ist sie selbst – ohne sie selbst zu sein. In ihrem Werk fokussiert sie sich auf die Konstruktion von Identitäten. Gekonnt spielt sie mit Klischees, schlüpft in die unterschiedlichsten Rollen. Sherman wird ihre eigene Maskenbildnerin, Stylistin, Regisseurin und Fotografin. Sie stellt Charaktere aus der Film- und Fashionwelt genauso dar wie Berühmtheiten aus der Antike, der Malerei oder der Literatur. Ihre Bilder demonstrieren den Bruch zwischen authentischer Selbstdarstellung und Inszenierung.

Eindrucksvoll zu sehen bei Shermans erster bedeutender Serie "Untitled Film Stills" (1977-1980). Mit ihrer Arbeit zeigt sie, dass Identität wählbar, konstruiert und nach Bedarf formbar ist. Dennoch unterliegt die Identität immer noch gesellschaftlichen Normen. Diese Normen hinterfragt sie kritisch mit ihren eigenen subtilen Mitteln.

Identität und Transformation

Schon immer auf der Suche nach dem Schönen im Hässlichen polarisiert sie mit ihren Bildern, ihrem kritischen und provokanten Blick. Und so inspiriert Sherman die kommende Künstlergeneration dazu, die Themen Identität und Transformation in den Medien weiter zu erforschen, ohne dabei ihre eigene künstlerische Herangehensweise zu verändern.

"Ich selbst analysiere meine Arbeiten nicht. Wenn ich Interpretationen von anderen lese, entdecke ich Sachen, die mir vorher gar nicht aufgefallen sind. Jetzt interpretieren die Leute schon aus Gewohnheit meine Arbeiten. Vielleicht bin ich ja auch einfach nur sehr, sehr klug."

So Sherman im Gespräch mit dem Interview Magazin 2008. Das Bank Austria Kunstforum zeigt nun "The Cindy Sherman Effect" und versucht ausgehend von Shermans Arbeiten den Einfluss auf ihre Künstlerkollegen herauszuarbeiten. Durch das Spiel mit der Darstellung von gesellschaftlichen Bildern und Klischees gelang es der Ausnahmekünstlerin Freiräume zu schaffen, um die Hinterfragung von Identität in künstlerischer, gesellschaftlicher und politischer Hinsicht voranzutreiben.

Neben dem Werk von Cindy Sherman sind unter anderem auch Positionen und Werke von Elke Silvia Krystufek, Pippilotti Rist, Julian Rosefeldt, Catherine Opie oder Eva Schlegel zu sehen.

The Cindy Sherman Effect. Identität und Transformation in der zeitgenössischen Kunst. 

29.1.–21.6.2020

Bank Austria Kunstforum Wien

Freyung 8, 1010 Wien
  • Preise

  • Öffnungszeiten

    • Mo, 10:00 - 19:00
    • Di, 10:00 - 19:00
    • Mi, 10:00 - 19:00
    • Do, 10:00 - 19:00
    • Fr, 10:00 - 21:00
    • Sa, 10:00 - 19:00
    • So, 10:00 - 19:00
    • 24.12.: 10 - 15 Uhr / 31.12.: 10 - 16 Uhr / 1.1.: 12 - 19 Uhr
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos
        Über Rampe
    • Parkplätze Haupteingang
      • Behinderten-Parkplätze vorhanden
        Tiefgarage Freyung
    • Lift vorhanden
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Spezielle Führungen für Gehörlose.

    • Anmerkungen

      Ausstellungsräume stufenlos bzw. mit Lift erreichbar.

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