Edith Kramer, The Black Eye, 1943

Die bessere Hälfte

Im Fin de Siècle, einer Hochblüte der Kunst und Kultur, war eine künstlerische Laufbahn für Frauen nahezu undenkbar. Viele von ihnen, vor allem Jüdinnen, waren zwar als Salonièren oder Mäzeninnen im Kunstbetrieb sehr präsent, von einer offiziellen künstlerischen Ausbildung waren sie allerdings ausgeschlossen. Umso erstaunlicher ist es, wie viele Frauen sich dennoch durchsetzen konnten.

Malerinnen wie Tina Blau, Broncia Koller-Pinell, Marie-Louise von Motesiczky oder die Keramikerinnen Vally Wieselthier und Susi Singer sind nur einige der Pionierinnen, die im Wien des späten 19. Jahrhunderts die Kunst zu ihrem Beruf erwählten. Sie fanden ihren Platz in der Kunstgeschichte, viele andere gerieten jedoch in Vergessenheit. „Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938“ betitelt das Jüdische Museum Wien daher seine aktuelle Ausstellung und 44 Künstlerinnen und deren außergewöhnliche Ausbildungs- und Karrierewege.

Anhand einzelner Schicksale jüdischer Künstlerinnen erzählt die Schau vom Kampf um Anerkennung in einer männlich dominierten Kunstszene, aber auch von vielversprechenden Karrieren, die durch Vertreibung und Exil unterbrochen oder in den Vernichtungslagern des Nationalsozialismus für immer beendet wurden.

Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938

4.11.2016-1.5.2017

Jüdisches Museum Wien Palais Eskeles

Dorotheergasse 11, 1010 Wien
  • Preise

    • Erwachsene   €10,00
    • Ticket gültig für Jüdisches Museum und Museum Judenplatz
    • Ihr Vorteil mit der Wien-Karte: -20%
  • Öffnungszeiten

    • So - Fr, 10:00 - 18:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos (Doppelschwingtüre   162  cm  breit )
    • Lift vorhanden
      • 110 cm breit und 140 cm tief , Tür 80 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Auf Anfrage Führungen für Menschen mit Behinderung.
      Ermäßigter Eintritt für Personen mit Behinderung 8 Euro (1 Begleiter frei) und Personen mit Sozialpass/Mobilpass (Lichtbildausweis erforderlich).

    • Anmerkungen

      Zugang zu den Ausstellungsräumen und zum Café stufenlos

 

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