Elena Luksch-Makowsky Selbstbildnis, 1896
© Foto: Christopher Kesting / Belvedere, Wien

Eine moderne Frau

Ihr Name war in aller Munde: Die 1878 in St. Petersburg geborene Elena Luksch-Makowsky fand sich zu Beginn des 20 Jahrhunderts in allen wichtigen Wiener Werkstätten und Medien wieder. Von Ver Sacrum über die Galerie Miethke bis hin zur Secession – deren erstes weibliches Mitglied sie war. Die Kunst wurde ihr wortwörtlich bereits in die Wiege gelegt. Sie stammt aus einer etablierten Künstlerfamilie, sowohl ihr Vater als auch ihr Onkel waren beide offizielle Maler des Zarenhofes. Elena Luksch-Makowsky studierte erst in St. Petersburg, später dann in München. 1900 heiratete sie den Wiener Bildhauer Richard Luksch mit dem sie bis 1907 in Wien lebte. Auch Gustav Klimt (damals erster Präsident der Wiener Secession) war von ihr beeindruckt und sorgte dafür, dass sie in den Jahren 1901, 1902 und 1903 an Ausstellungen teilnehmen konnte.

Adolescentia

Mit "Adolescentia" schuf Luksch-Makowsky ein Werk, das für Aufregung sorgte. Denn im Wien des Fin de Siècle war Nacktheit ein großes gesellschaftspolitisches Thema. Ihr Gemälde zeigt eine Gruppe junger, splitterfasernackter Menschen in einer Paradiesgartenlandschaft – ganz im Stil der Wiener Secession. Im Vordergrund ein junges Mädchen, gazellengleich, ungeschönt. Um einer gerichtlichen Auseinandersetzung zu entgehen, wählt sie einen geschickten Schachzug: Mit dem Titel "Adolescentia" schafft sie eine Allegorie und umgeht so eine Verurteilung. Das Hinüberschreiten ins Erwachsenenalter wird also durch die jungen Menschen verkörpert, die sich zwischen zwei Lebensphasen bewegen. Ein bedeutendes Werk, das bis heute nichts an Strahlkraft eingebüßt hat.

In der Ausstellung liegt der Fokus auf dem Werdegang von Elena Luksch-Makowsky, ihren Arbeiten für und mit der Wiener Werkstätte und der Wiener Secession. Durch ihre Verbindungen nach Russland bereicherte sie nicht nur ihr eigenes Œuvre, sondern auch das der Secession. Nun wird der Künstlerin, die man als Schlüsselfigur der Wiener Moderne bezeichnen kann, endlich auch eine eigene Ausstellung gewidmet. 

Elena Luksch-Makowsky

23.9.2020-10.1.2021

Hinweis: Bitte beachten Sie aufgrund der derzeitigen Lage, dass sich die Öffnungszeiten der einzelnen Institutionen geändert haben können. Informieren Sie sich bitte vor Ihrem Besuch bei den Museen.

Belvedere - Oberes Belvedere

Prinz-Eugen-Straße 27, 1030 Wien
  • Anmerkungen

    • Bitte beachten: Ab einer Gruppe von 10 Personen müssen Sie im Oberen Belvedere vorab kostenlos einen Besichtigungstermin vereinbaren. Das Reservierungsteam des Belvedere steht Ihnen per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung.
      Montag bis Sonntag, 9–17 Uhr
      E-Mail: 
      Telefon: +43 1 795 57-333

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    • Vom 2.11. bis 22.3. ist das Obere Belvedere Di-So 10-18 Uhr geöffnet. Mo geschlossen. Ausgenommen: 24.12.: 10–14 Uhr sowie 25. 12. bis 10.1.: täglich 10–18 Uhr
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      • Behinderten-Parkplätze vorhanden
        Behindertenparkplatz vor dem Eingangstor Prinz-Eugen-Straße 27, Parkmöglichkeit 10–18 Uhr
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      • 160 cm breit und 300 cm tief , Tür 150 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderungen und Assistenzpersonen.
      "Anders-Sehen-Führungen" (Tastführungen) im Oberen Belvedere für blinde und sehbeeinträchtigte Besucher.
      Folgende Themen können jederzeit gebucht werden:
      Ein Schloss zum Angreifen - das neue Tastmodell des Oberen Belvedere
      Ferdinand Georg Waldmüller und seine Zeit
      Gustav Klimts Hauptwerk "Der Kuss"

      Gehörlosen Besuchern stehen Multimedia-Guides mit Videos in Österreichischer Gebärdensprache (OGS) zur Verfügung. Über 30 Videos informieren zu ausgewählten Werken der Sammlung im Oberen Belvedere sowie zur Schloss- und Gartenanlage und Geschichte des Belvedere.

    • Anmerkungen

      Zwei Aufzüge über eine Rampe erreichbar (Personal hilft), Rollstühle bei der Garderobe erhältlich.

      Shop/Café über wenige Stufen (Assistenz nötig, Personal hilft) erreichbar.

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