Elfe am Bach – Gemälde von Josef Maria Auchentaller
© Andreas Maleta, aus der Victor & Martha Thonet Sammlung, Galerie punkt12, Foto: amp, Andreas Maleta Press & Publication, Wien, 2019

Gesamtkunstwerk Beethoven

Zur Abwechslung steht nicht Beethovens V. sondern Beethovens VI. Symphonie im Mittelpunkt des Geschehens. Denn dem Wiener Jugendstilmaler und Klimt-Kollegen Josef Maria Auchentaller gelang mit der Interpretation der so genannten "Pastorale" ein monumentales Kunstwerk für das Musikzimmer seines Schwiegervaters.

Alle auf einen Satz

Der Silberschmuckfabrikant Georg Adam Scheid ließ Auchentaller bei der Gestaltung (1898/99) völlig freie Hand: Das aus fünf Gemälden bestehende Ensemble stellt die erste künstlerisch-bildnerische Umsetzung aller Sätze einer Symphonie Beethovens dar und ist in der Tradition der Musikzimmer, die um 1900 eine Blüte erlebte, einzigartig. Im Beethovenjahr 2020 präsentiert das Leopold Museum nun eine Rekonstruktion dieses Ensembles und beleuchtet das Gesamtkunstwerk Auchentallers im Rahmen einer Fokus-Ausstellung zur neuen Dauerpräsentation Wien 1900.

Josef Maria Auchentaller schloss sich bereits im Gründungsjahr (1897) der Wiener Secession an. Neben der Malerei war er auch als Grafiker und Schmuckdesigner tätig. Die Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Werk Beethovens steht idealtypisch für die Verehrung des Ausnahmekomponisten durch die Künstler der Wiener Secession. Als Pendant zu Gustav Klimts Beethovenfries gilt Auchentallers, bis heute leider verlorenes Wandbild, "Freude, schöner Götterfunken". Das Werk entstand eigens für die XIV. Secessionsausstellung 1902, die dem Wahlwiener Beethoven gewidmet wurde.

In der Ausstellung "Inspiration Beethoven" werden neben der Rekonstruktion Auchentallers Musikzimmers aber auch zahlreiche Werke von Gustav Klimt, Carl Moll oder Alfred Roller gezeigt. Die facettenreichen Exponate zeigen, wie Beethoven in der bildenden Kunst der Jahrhundertwende immer mehr zur Muse und Inspirationsquelle der Wiener Moderne wurde. 

Inspiration Beethoven

Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900

27.11.2020-4.4.2021

Hinweis: Bitte beachten Sie aufgrund der derzeitigen Lage, dass sich die Öffnungszeiten der einzelnen Institutionen geändert haben können. Informieren Sie sich bitte vor Ihrem Besuch bei den Museen.

Leopold Museum

Museumsplatz 1 , 1070 Wien
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      • 4 Behinderten-Parkplätze vorhanden
        Parkplätze am Areal sind über die Haupteinfahrt / Ecke Volkstheater erreichbar
    • Lift vorhanden
      • 89 cm breit und 210 cm tief , Tür 90 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Anmerkungen

      Ausstellungsräume und Restaurant/Café sind stufenlos

       

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