Alfred Kubin, „Ins Unbekannte" (1900/01)

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Kubin zwischen Fantasie und Wirklichkeit

Die große Frühjahrsausstellung im Leopold Museum ist dem österreichischen Zeichner und Illustrator Alfred Kubin (1877-1959) gewidmet. Bekenntnisse einer gequälten Seele ist eine umfangreiche, in vieler Hinsicht opulente Darstellung des vielseitigen Werks des Künstlers, der als einer der größten Fantasten des 20. Jahrhunderts gilt. 250 Exponate, darunter rund 160 Werke Kubins, erstrecken sich über elf Säle des Leopold Museums.

Alfred Kubin Teaservideo

Reise in Kubins Seele

Es ist die erste große Ausstellung, die Kubin im Kontext mit seinen Inspirationsquellen zeigt. Sein 60 Jahre umfassendes Werk ist von zwei Elementen maßgeblich geprägt. Kunsthistorische Vorbilder und künstlerische Zeitgenossen wie Francisco de Goya, Max Klinger und Edvard Much, die uns in der Ausstellung ebenfalls begegnen, dienten Kubin als Inspiration.

Aber es ist auch seine von großen Krisen und persönlichen Verlusten geprägte Biographie, die einen fixen Platz in seiner Kunst einnimmt. Ziel der Ausstellung sei vor allem, die Vielfältigkeit des Künstlers differenziert zu zeigen, betont Ausstellungskurator und Leopold-Direktor Hans-Peter Wipplinger.

"Bei Kubin kann man Kunst und Leben nicht trennen. Die Auseinandersetzung mit seinem Werk bedeutet, eine Reise in seine Seele zu machen. Und auch, in kulturhistorische und gesellschaftliche Phänomene einzutauchen. Denn er beschreibt für uns den Zustand der Welt."


Schwarz-weißes Themenspektrum

Die Ausstellungsarchitektur mit den dunklen Wandfarben trägt dazu bei, dass die Besucher:innen tief in die Welt von Kubin und die seiner Kollegen eintauchen können. Wobei man Farben bei Kubin selbst vergeblich sucht, damit konnte er nicht viel anfangen. Seine Werke sind fast ausschließlich in schwarz-weiß gehalten.

Die Sonderausstellung ist nicht chronologisch aufgebaut. Absichtlich, denn vielmehr ist sie in elf Kapitel bzw. Themeninseln eingeteilt. Traum und Wirklichkeit, Apokalypsen, kriegerische Zerstörung, Pandemien und Naturkatastrophen sind nur einige der Themen, die uns bei Kubin - und in der Realität - begegnen. Denn gerade jetzt präsentiert sich sein Werk als aktueller denn je.

Gezeigt werden unzählige Werke, die uns in ihren Bann ziehen und viel Reflexion zulassen. Dazu zählen groteske Darstellungen mit Tierfiguren und Mischwesen, die an Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel d. Ä. erinnern. Beide hat Alfred Kubin genauso studiert wie die Psychologie-Vorreiter Sigmund Freud und Carl Gustav Jung. In Summe ergibt sich ein vielschichtiges Ergebnis. Ein bedrohliches? Vielleicht. Ein wirkungsvolles? Auf jeden Fall. 

Alfred Kubin. Bekenntnisse einer gequälten Seele

16.4.-24.7.2022

Leopold Museum

Museumsplatz 1
1070 Wien
  • Vienna City Card

    • Ihr Vorteil mit der Vienna City Card: -16%

      Zusatzinformation zum Angebot: Normalpreis: 15€ / Mit Vienna City Card: 12,50€ / Mit der Vienna City Card kann die Fast Lane im Leopold Museum genutzt werden

  • Öffnungszeiten

    • Mo, 10:00 - 18:00
    • Mi, 10:00 - 18:00
    • Do, 10:00 - 18:00
    • Fr, 10:00 - 18:00
    • Sa, 10:00 - 18:00
    • So, 10:00 - 18:00
    • feiertags, 10:00 - 18:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos (Doppelschwingtüre)
    • Parkplätze Haupteingang
      • 4 Behinderten-Parkplätze vorhanden
        Parkplätze am Areal sind über die Haupteinfahrt / Ecke Volkstheater erreichbar
    • Lift vorhanden
      • Tür 90 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Anmerkungen

      Ausstellungsräume und Restaurant/Café sind stufenlos

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