Bild von Andy Warhol mit dem Titel "Orange Car Crash" - zweifarbig (orange und lila)
© The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, New York/Licensed by Bildrecht, Wien 2020

Wo unangepasst zusammenpasst

Das mumok widmet Andy Warhol 2020 eine Ausstellungstrilogie, die sein Schaffen in einem umfassenden kunsthistorischen Kontext präsentiert. Gestartet wird mit der Schau "Misfitting together", hier stehen serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art im Fokus. Titelgebend war passenderweise ein Zitat von Warhol selbst, in dem er sich und seine Künstlerkollegen der "Factory" als Sonderlinge bezeichnet, die jedoch auf sonderbare Art und Weise am Ende doch ziemlich gut zusammenpassten.

"I was reflecting that most people thought the Factory was a place where everybody had the same attitudes about everything; the truth was, we were all odds-and-ends misfits, somehow misfitting together" – Andy Warhol

Kunst für Serienjunkies

Knapp 40 Jahre nach seiner letzten großen Ausstellung im mumok (1981) wird das Werk des Ausnahmekünstlers aber nicht nur im Rahmen der Pop Art untersucht. Vielmehr versucht die Ausstellung ein differenziertes Bild der damaligen Zeit zu zeichnen, indem auch Arbeiten der Minimal und Conceptual Art mit Warhols Bildern in Bezug gesetzt werden. Dabei liest sich die Liste der Künstler wie das Who is Who der damaligen Pop Art Szene: Claes Oldenburg, Sol Lewitt oder Roy Lichtenstein findet man hier ebenso wie Hanne Darboven, Friederike Pezold oder Larry Poons.

Doch der eigentliche Hauptdarsteller der Ausstellung ist das Konzept. Denn hier geht es speziell darum, dass die serielle Ordnung als Bindeglied für die drei Kunstströmungen dient. Der amerikanische Konzeptkünstler Mel Bochner hat die Serialität nicht als formalisierte Spielerei verstanden, sondern sieht sie als eigene Methode, mehr noch als künstlerische Strategie. Dabei unterscheidet er, ob die Werke einer modularen oder seriellen Idee folgen: Modulare Werke basieren auf der Wiederholung einer standardisierten Einheit, die ihre Grundform nicht verändert, und somit einen zeitlichen Moment abbildet (z.B. Robert Indiana, Love Rising / Black and White Love (For Martin Luther King), 1968), während serielle Werke einer logischen Abfolge gehorchen, und damit einen zeitlichen Verlauf darstellen (z. B. Sol LeWitt, Form Derived from a Cube, 1986). Beide Ansätze lassen sich in allen drei Richtungen wiederfinden und werden in der Ausstellung einander gegenübergestellt.

Übrigens: Die Warhol-Trilogie wird am 25. September 2020 komplettiert. Dann eröffnen auch die beiden anderen Ausstellungen "ANDY WARHOL EXHIBITS a glittering alternative" und "DEFROSTING THE ICEBOX".

Misfitting together

Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art

1.7.2020 - 6.1.2021

Hinweis: Bitte beachten Sie aufgrund der derzeitigen Lage, dass sich die Öffnungszeiten der einzelnen Institutionen geändert haben können. Informieren Sie sich bitte vor Ihrem Besuch bei den Museen. 

mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien im MuseumsQuartier

Museumsplatz 1 , 1070 Wien
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  • Preise

    • Jugendliche unter 19 J.   €0,00
  • Öffnungszeiten

    • Mo, 14:00 - 19:00
    • Di, 10:00 - 19:00
    • Mi, 10:00 - 19:00
    • Do, 10:00 - 21:00
    • Fr, 10:00 - 19:00
    • Sa, 10:00 - 19:00
    • So, 10:00 - 19:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos (Schwingtüre   120  cm  breit )
    • Lift vorhanden
      • 90 cm breit und 140 cm tief
    • Weitere Informationen
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Anmerkungen

      Haupt- und Nebeneingang sowie Restaurant/Café über Lift erreichbar

       

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