Entwurfszeichnung für das Restaurant im Hotel Imperial Wien von Otto Prutscher 1937
© MAK

Tausendsassa der Wiener Moderne

Kaum ein Lebensbereich, den Otto Prutscher (1880 bis 1949) nicht mit guten Formen ausgestattet hat: Der gebürtige Wiener plante Wohn- und Industriebauten, aber auch Landhäuser und Villen. Doch mit der Hülle war es für ihn nicht getan. Er neigte zum Gesamtkunstwerk.

Produktiv und kreativ

Nach Prutschers Entwürfen entstanden genauso Möbel aller Art. Er designte Alltagsgegenstände wie Vasen, Kaffee- und Teeservice, Tischtücher und Besteck. Rund 200 Unternehmen von Backhausen über Lobmeyr und Thonet bis hin zur Wiener Werkstätte haben seine Designs umgesetzt. Ob Textil, Holz oder Metall: Auch in Sachen Material war Prutscher äußerst flexibel. Er war einer der produktivsten und vielseitigsten Künstler der Wiener Moderne. 

Schüler von Josef Hoffmann und Kolo Moser

Die Ausstellung „Otto Prutscher. Allgestalter der Wiener Moderne“ richtet im MAK den Scheinwerfer auf Prutschers umfangreiches Repertoire und die besonderen Umstände, die eine dermaßen ungewöhnliche Karriere erst ermöglichten. Prutscher zählte zu den ersten Absolventen der Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten Kunstgewerbeschule. Josef Hoffmann und Koloman Moser waren seine Lehrer. Es war eine Zeit, in der Konventionen über den Haufen geworfen wurden. Prutscher fand daran größten Gefallen.

Gelernter Tischler und Maurer

Seine Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen äußerte sich auch in Form seiner Mitgliedschaft bei den wichtigsten Reformkunstbewegungen der Wiener Moderne. Von der Secession über den Werkbund hin zur Wiener Werkstätte. Prutschers Ausnahmestellung steht auch im Zusammenhang mit einem ungewöhnlichen Werdegang. Neben seiner künstlerischen Ausbildung absolvierte er eine Lehre zum Tischler und Maurer. Kunsthandwerk war stets ein zentrales Motiv in Prutschers Werk.

Zu sehen sind im MAK rund 200 Entwürfe und Objekte Prutschers. Vieles davon wird erstmals öffentlich ausgestellt. Die Exponate stammen aus privaten Sammlungen, aus dem Mailänder Familienarchiv sowie aus dem umfangreichen Otto-Prutscher-Nachlass des MAK.

Otto Prutscher. Allgestalter der Wiener Moderne

20.11.2019-17.05.2020

MAK - Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5 , 1010 Wien
  • Preise

    • Jugendliche unter 19 J.   €0
    • Ihr Vorteil mit der Vienna City Card: -25/5% , -3€
  • Öffnungszeiten

    • Di, 10:00 - 22:00
    • Mi, 10:00 - 18:00
    • Do, 10:00 - 18:00
    • Fr, 10:00 - 18:00
    • Sa, 10:00 - 18:00
    • So, 10:00 - 18:00
  • Barrierefreiheit

    • Nebeneingang
      • stufenlos
        beim Personaleingang Weiskirchnerstraße (Kopfsteinpflaster)
    • Lift vorhanden
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Anmerkungen

      Ausstellungsräume mit Lift erreichbar

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