Bruegels Turmbau zu Babel stellt den noch unfertigen Bau eines Turms dar.
© Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam

Einzigartige Bruegel-Ausstellung

Pieter Bruegel d. Ä. war schon zu seinen Lebzeiten einer der begehrtesten Künstler, weshalb seine Werke bereits damals ungewöhnlich hohe Preise erzielten. Anlässlich seines 450. Todestages widmet das Kunsthistorische Museum Wien dem bedeutendsten niederländischen Maler des 16. Jahrhunderts eine besondere Ausstellung. Es ist die weltweit erste große monografische Schau zu seinem Werk. Nur knapp über vierzig Gemälde und sechzig Grafiken des Meisters sind heute noch erhalten. Mit 12 Tafelbildern besitzt das Kunsthistorische Museum Wien die weltweit größte Sammlung an Bruegel-Gemälden. Das liegt vor allem auch daran, dass die Habsburger schon im 16. Jahrhundert die außerordentliche Qualität und Originalität der Bildwelten Bruegels zu schätzen wussten und sich bemühten, prestigeträchtige Werke des Künstlers zu erwerben.

Sensationelle Leihgaben

Mit rund 90 seiner Werke zeigt die Ausstellung in Wien nun zum ersten Mal einen Überblick über das Gesamtwerk von Pieter Bruegel dem Älteren: Mit fast 30 Gemälden (das sind drei Viertel des erhaltenen malerischen Œuvres) sowie der Hälfte der erhaltenen Zeichnungen und Grafiken bietet die Schau eine Jahrhundertchance, in die komplexe Bildwelt des Künstlers einzutauchen, seine stilistische Entwicklung und seinen kreativen Schaffensprozess nachzuvollziehen sowie seine Arbeitsmethoden, seinen Bildwitz und seine einzigartige Erzählgabe kennenzulernen. Unter den Highlights, die in der Ausstellung zu sehen sein werden, sind etwa der Triumph des Todes aus dem Prado in Madrid sowie der Turmbau zu Babel aus dem Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam. Die meisten der fragilen Holztafeln sind bisher niemals zu einer Ausstellung verliehen worden.

Das Werk Pieter Bruegels d. Ä, der die Landschafts- und Genremalerei revolutionierte, ruft immer noch vielfältige und kontroverse Deutungen hervor. Bis heute üben der Reichtum seiner Bilderwelt und seine scharfsinnige Beobachtungsgabe der Menschen eine besondere Faszination auf die Betrachter aus. Die Anfänge von Bruegels Karriere als Zeichner und Grafiker werden bei der Ausstellung ebenso thematisiert wie seine Innovationen für die Landschaftsmalerei. Ein weiterer Teil der Schau ist seinen religiösen Werken gewidmet, mit einer Fülle an Meisterwerken wie "Triumph des Todes" und "Dulle Griet", die eigens in Hinblick auf die Ausstellung restauriert wurden.

Ticket für Bruegel

Um den Zugang zur Ausstellung so angenehm wie möglich zu gestalten, ist für den Besuch der Sonderausstellung die Buchung eines fixen Zeitfensters erforderlich:

  • Alle 20 Minuten startet ein neues Zeitfenster.
  • Der Einlass in die Ausstellung ist nur während des gebuchten Zeitfensters möglich.
  • Die Dauer des Aufenthalts in der Ausstellung ist jedoch nicht beschränkt.
  • Für Jahreskarten-Besitzer und Gäste, die nicht online reservieren können, gibt es die Möglichkeit an der Kassa des KHM und im Museum direkt noch ein Zeitfenster zu buchen.
  • Infos und Ticket-Kauf

Bruegel

2.10.2018-13.1.2019
www.bruegel2018.at

Während der Bruegel-Ausstellung hat das Kunsthistorische Museum Wien täglich geöffnet!

Auf der Webseite www.insidebruegel.net können die Wiener Werke des Künstlers in sehr hoher Auflösung sowie als Infrarot- und Röntgenaufnahmen ganz genau betrachtet werden.

Kunsthistorisches Museum Wien

Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
  • Preise

  • Öffnungszeiten

    • Di - So, 10:00 - 18:00
    • Do, 10:00 - 21:00
    • Juni bis August täglich geöffnet
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • 5 Stufen (Doppelschwingtüre   300  cm  breit )
        Eingang Maria Theresien-Platz, keine Rampe
    • Nebeneingang
      • stufenlos
        bei Portier, Burgring 5
    • Parkplätze Haupteingang
      • 5 Behinderten-Parkplätze vorhanden
        Standort Heldenplatz
    • Lift vorhanden
      • 150 cm breit und 130 cm tief , Tür 99 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Rollstuhlleihe möglich (bitte am Vortag reservieren).
      Auf Anfrage spezielle Führungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie Tastführungen für Blinde und sehschwache Menschen (Tel. +43 1 525 24-5202). Drei Meisterwerke der Renaissancesammlung der Gemäldegalerie, ausgewählte Objekte der Kunstkammer, der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung und der Sammlung antiker Altertümer stehen als Abgüsse für sehbehinderte und blinde Personen zum Ertasten zur Verfügung. Dazu gibt es eine Broschüre in Brailleschrift mit Bildbeschreibungen.
      Das Kunsthistorische Museum bietet Workhops für Menschen mit Demenz an (Tel. +43 1 525 24-5202)
      Rollstuhlfahrer, die über den Burgring das Museum besuchen, können ihr Ticket im Shop im Vestibül kaufen.

zu meinem Reiseplan hinzufügen
Teilen, bewerten und Feedback
Artikel bewerten
Artikel weiterempfehlen

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.
Die angegebenen Daten und E-Mail-Adressen werden nicht gespeichert oder weiterverwendet.

Von
an
Feedback an die wien.info Redaktion

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Anrede *