Junge steht mit seinem Fahrrad vor einem brennenden Haus von Axel Schön
© Axel Schön

Klick. Klick. Klick.

Cardiff, spät nachts. Vier Partygänger gönnen sich eine kurze Pause. Die Nacht zollt ihren Tribut. Sie essen Fastfood in einer Bushaltestelle. Nichts Besonderes – eigentlich. Doch egal wie unscheinbar diese Szene auch scheint: In dem Moment, in dem der Fotograf auf den Auslöser drückt, entsteht hier ein Kunstwerk des Alltäglichen. Maciej Dakowicz zeigt mit seinem ganz besonderen Gespür für den Augenblick in seiner Serie "Cardiff After Dark", wie sich eine gewöhnliche Einkaufsstraße jedes Wochenende zu einer Bühne des Skurrilen verwandelt. Eine von insgesamt 35 fotografischen Positionen.  

Es sind genau diese Begegnungen und Momente der Street Photography, die uns tief blicken lassen. Manchmal sogar so tief, dass die Grenzen zwischen Voyeurismus, dokumentarischer Fotografie und Kunst verschwimmen. Doch diese Debatte ist der Street Photography nicht neu. Vielmehr ist sie sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst. Wie weit darf man also gehen? Wo fängt Kunst an, wo hört sie auf? Was macht aus einer unbedeutenden Straßenszene ein Kunstwerk? Genau diese Momente, die oft nur einen Bruchteil einer Sekunde dauern, aber von einem Fotografen für die Ewigkeit festgehalten werden, sind nun im Kunst Haus Wien zu sehen. Das vorherrschende Motiv, dass dieses Genre schon im Namen trägt, ist die Straße. Sie ist Muse und Bühne zugleich.

Analog trifft digital

Auch für große Namen wie Diane Arbus, Robert Frank, Lee Friedlander oder Wolfgang Tillmanns waren Städte und ihre Straßen schon immer ein großer Quell der Inspiration. Im Kunst Haus Wien treffen diese Ikonen der Street Photography und junge, zeitgenössische Künstler wie Mohamed Bourouissa, Harri Pälviranta oder der österreichische Künstler Alex Dietrich aufeinander. In fünf kaleidoskopartig angelegten Kapiteln (Street Life, Crashes, Public Transfer, Anonymity und Alienation) führen sie den Besucher durch die Ausstellung. Neben Kleinbildkamera und Großbildkamera trifft Schwarz-Weiß-Fotografie auf Farbfotografie – analog meets digital. Mehr als 200 Werke zeigen die Umbrüche und ästhetischen Entwicklungen dieses spannenden Genres – von den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart.

Street. Life. Photography

11.9.2019 - 16.2.2020

Kunst Haus Wien Museum Hundertwasser

Untere Weißgerberstraße 13 , 1030 Wien
  • Preise

  • Öffnungszeiten

    • Mo, 10:00 - 18:00
    • Di, 10:00 - 18:00
    • Mi, 10:00 - 18:00
    • Do, 10:00 - 18:00
    • Fr, 10:00 - 18:00
    • Sa, 10:00 - 18:00
    • So, 10:00 - 18:00
    • feiertags, 10:00 - 18:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos (Schwingtüre )
    • Lift vorhanden
      • 250 cm breit und 120 cm tief , Tür 200 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Anmerkungen

      Zugang zu Restaurant/Café stufenlos, Böden uneben, Lift in jede Etage

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