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Viktor Frankl Museum

Klein, aber fein ist das weltweit erste Viktor Frankl Museum in Wien. Im selben Haus, wo sich heute das Museum befindet, hat der berühmte Wiener Arzt und Philosoph selbst seit Ende des Zweiten Weltkrieges bis zu seinem Tod im Jahr 1997 gelebt. Das Museum wurde im März 2015 eröffnet, da wäre der Holocaust-Überlebende Viktor E. Frankl 110 Jahre alt geworden.

Frankls Interesse an der Psychoanalyse wurde bereits früh geweckt. Inspiriert durch die Teilnahme an einer Vortragsreihe "Zur Einführung der Psychoanalyse" schrieb der 15-jährige Viktor Frankl einen Artikel mit dem Titel "Über die mimische Bejahung und Verneinung aus Sicht der Psychoanalyse". Diesen Aufsatz schickte er niemand Geringerem als Sigmund Freud höchstpersönlich. Der war so angetan vom jungen Frankl, dass er den Artikel in seiner Zeitschrift Psychoanalyse abdrucken lässt. Viktor Frankls Denken gilt nach Freud und Adler als "Dritte Wiener Schule der Psychotherapie".

Besucher können sich auf Spurensuche durch das Leben, Wirken und Schaffen des Begründers der Logotherapie begeben. Es gibt eine aktive Auseinandersetzung mit persönlichen Sinn- und Existenzfragen (z. B. "Schuldig geworden – was nun?" oder "Wahre Liebe?"), auf die mit Frankls Thesen und Reden geantwortet wird. Den Besuchern wird damit ein persönlicher Weg zur Sinnfindung eröffnet. Die interaktiven Stationen bestehen u.a. aus Wendebrettern, Audio- und Videoausschnitten sowie Kästen, hinter denen sich Fragen und Antworten befinden.

Die Ausstellung ist auf Deutsch/Englisch gestaltet. Die Führungen "SINN(er)leben" werden von logopädagogisch geschulten Personen durchgeführt und sind nur außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Übrigens: Unweit des Viktor Frankl Museums finden Fans der Psychoanalyse auch das Sigmund Freud Museum

Viktor Frankl Museum Wien

Mariannengasse 1/15, 1090 Wien
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