Portrait-Fotografie von Galerist Florian Appelt in seiner Galerie "Kunst ab Hinterhof"
© Niko Havranek

Zehn Fragen an Florian Appelt

Kunst für alle. Und für jedes Portemonnaie. Das bietet Kunst ab Hinterhof (KaH) im 16. Bezirk. Die Plattform für Wiener Künstler wurde 2019 von Florian Appelt und Richard Petz gegründet. Ihre Mission? – So vielen Menschen wie möglich zeitgenössische Kunst nahezubringen. Wir haben mit ihm gesprochen. 

  • Ein neues Kunstwerk ist …

… wie das Gefühl, einen lang verschollenen Schatz zu entdecken, den niemand außer mir kennt. Und die Freude, ihn bald mit anderen zu teilen.

  • KaH bedeutet?

Kunst nicht nur leistbar, sondern vor allem zugänglich zu machen. Die Barriere eine White Cube Galerie zu betreten ist zu groß. Das möchten wir ändern.

  • Muss man Kunst immer verstehen?

Nein, Kunst ist ein dehnbarer Begriff. Es ist wichtig ihn ausreizen. Auch dann, wenn nicht immer alle Werke auf Gefallen stoßen.

  • KaH ist keine Galerie?

Genau, wir verstehen uns als Plattform. Digitale Präsenz, Preistransparenz, aber auch die Vermeidung von Exklusivverträgen lässt uns das Galeriegewerbe neu denken.

  • Das Besondere an der Wiener Kunstszene?

Sie ist gemessen an der Größe Wiens sehr divers und floriert. Besonders, weil sich konstant neue Spaces und Galerien entwickeln.

  • Malerei, Fotografie oder Performance?

Jede Technik hat seine Berechtigung und individuelle Form der Kommunikation, aber persönlich bin ich immer wieder von großen Malereien beeindruckt.

  • Was muss ein Kunstwerk haben …

… damit es mir gefällt? – Der überspringende Funke ist nicht in Worte zu fassen – entweder ein Werk hat es oder nicht.

  • Top 5 up-and-coming Artists aus Wien?

Es ist schwierig nur fünf auszuwählen, weil ich mittlerweile einigen Künstlerinnen und Künstlern eine internationale Karriere zutrauen würde.

  • Die junge Wiener Kunstszene …

… hält in schwierigen Zeiten zusammen, auch wenn jede Institution für sich kämpft – am Ende geht es ums gemeinsame Ziel.

  • Ihr Lieblingskünstler mit Wien-Bezug?

Ist Manfred Deix. Er hat den frechen, unhöflichen und herzlichen Charakter Wiens wie kein anderer in seiner Kunst verkörpert.

 

Interview: Julia Perkhofer

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