Zacherlfabrik
© WienTourismus/Paul Bauer

Eine Stadt von Welt

Es kann schon mal passieren, dass man durch die Stadt spaziert und sich plötzlich ganz woanders wiederfindet. Aber nicht, weil man sich verlaufen hat, sondern weil architektonische Doppelgänger venezianischer Paläste, russischer Kathedralen und orientalischer Fabriken sich nahtlos ins Wiener Stadtbild einfügen. Genauso wie die typischen imperialen Bauten der Kaiserzeit. Binnen weniger Minuten reist man hier von Italien bis nach Russland, von Afrika in die Antarktis oder von den Niederlanden bis nach Ägypten.

Bella Italia

Italienisch ging’s schon 1895 zu in Wiens zweitem Bezirk: Damals öffnete „Venedig in Wien“ seine Pforten – ein ganz besonderer Vergnügungspark. Die typischen Gondeln fuhren auf künstlich angelegten Kanälen, venezianische Paläste, Champagner-Pavillons und Restaurants boten Bühnen für buntes Programm.
Heute fühlt man sich nach wie vor wie in Venedig, wenn man vor der Praterstraße 70 auf das Wiener Pendant zum Palast Ca’ d’Oro am Canal Grande blickt. Dort befindet sich heute das Restaurant Dogenhof.

Griechisch, dorisch, malerisch

Mitten im Volksgarten, gleich neben dem Rosengarten, wo im Sommer 400 verschiedene Rosensorten blühen, steht der strahlend weiße Theseustempel. Eine Nachbildung des antiken Theseions in Athen mit 28 dorischen Säulen. Vom Frühling bis in den Sommer hinein bilden die blühenden Rosensträucher mit dem weißen Tempel im Hintergrund ein wirklich malerisches Bild. Im hinteren Teil des Gartens findet man – etwas versteckt – das Kaiserin-Elisabeth- Denkmal aus Marmor. Ein Ruheort zum Durchschnaufen.

Es ist kein Geheimnis, dass Sisi Griechenland liebte. Wie passend also, dass vor ihrem Schloss im Lainzer Tiergarten niemand Geringerer als Hermes, der griechische Schutzgott der Reisenden und der Gymnastik steht – die zwei größten Leidenschaften der Kaiserin. Er ist auch Namensgeber der Hermesvilla.

Ein Stück Russland

Ein goldenes Glanzstück wartet in der Jaurèsgasse im dritten Bezirk und versetzt uns schlagartig nach Moskau: Die russisch-orthodoxe Kirche zum heiligen Nikolaus mit goldenen Zwiebeltürmen und einer wunderschönen Fassade ist wirklich ein Hingucker. Sie wurde 1893–99 errichtet, einen großen Teil der Baukosten übernahm Zar Alexander III.

Exotische Genüsse

Zwischen Thaliastraße und Ottakringer Straße verströmt der Brunnenmarkt südländisches Flair. Mit mehr als 170 Marktständen ist er der größte Straßenmarkt Wiens. Delikatessen wie frischer Fisch, knackiges Obst und Gemüse und viele weitere Köstlichkeiten aus unterschiedlichen Ländern warten darauf, verkostet zu werden. Entdecken Sie auch Wiens weitere Märkte.

Von Afrika nach Arkadien

Eine Tour zu den sechs afrikanischen Elefanten im Tiergarten Schönbrunn fühlt sich an wie eine Safari durch die Savanne Afrikas. Auch Löwen, Geparden, Giraffen und Zebras können beobachtet werden. Gleich neben den Elefanten warten Pinguine auf die Besucher. – Die Reise von Afrika in die Antarktis dauert maximal zwei Minuten. Der älteste Zoo der Welt beherbergt insgesamt 700 Tierarten von allen Kontinenten.

Exotische Landschaftsmalereien lassen Besucher des Schlosses Schönbrunn in fremde Welten eintauchen: Die so genannten Berglzimmer im Erdgeschoß wurden nach den Wünschen Maria Theresias gestaltet. Die Illusionsmalerei sollte die Räume mit der sie umgebenden Natur im Schlosspark verschmelzen lassen. Das dort dargestellte Traumland erinnert an die griechische Landschaft Arkadien, die in der Mythologie für Idylle und Frieden steht.
Geheimtipp: Mit der neuen Vienna City Card Experience Edition können Sie einen exklusiven Blick in die Berglzimmer werfen.

Flanieren in Frankreich

Im 9. Bezirk liegt Klein-Paris: Das Servitenviertel lässt Besucher sofort in die Seine-Metropole eintauchen. Nur der Eiffelturm fehlt.
„Mon dieu!“, dachten sich die Wiener vermutlich, als die französische Botschaft 1912 fertiggestellt wurde. Ihren Baustil konnten sie nämlich nicht so richtig zuordnen. Fährt man heute am Schwarzenbergplatz vorbei, hört man es immer wieder: Das Gerücht, die Pläne dieser Botschaft wurden mit jenen für den Bau in Istanbul oder Madrid vertauscht, hält sich bis heute hartnäckig. Den Wienern kommt der Stil heute noch spanisch (und nicht französisch) vor.

Unikat aus dem Orient

In der Nusswaldgasse ragen zwei kleine Minarette in den Himmel und sorgen für orientalisches Flair. Die Zacherl-Fabrik wirkt wie aus Tausendundeiner Nacht. Früher wurde in der Fabrik „persisches Pulver“ zur Insektenvernichtung hergestellt. Im Wien des 19. Jahrhunderts war das der absolute Renner. Heute gilt die Zacherl-Fabrik als herausragendes Beispiel orientalistischer Architektur und als Unikat innerhalb der Industriebaukunst Österreichs.

Das Tor zu einer anderen Welt

Museen verschaffen Einblick in andere Zeiten und öffnen vor allem Tore zu unbekannten Welten. Der niederländische Maler Pieter Bruegel der Ältere macht das mit seiner Kunst deutlich. Er ist für seine gesellschaftskritischen und extrem kleinteiligen Werke weltberühmt. Sein Meisterstück „Der Turmbau zu Babel“ existiert in zwei Ausführungen. Eine davon ist im Kunsthistorischen Museum Wien dauerhaft zu sehen. Genauso wie Sarkophage aus dem Land am Nil. Eine Reise von den Niederlanden bis nach Ägypten führt vom ersten Stock hinunter ins Hochparterre.

Text: Karoline Gasienica-Bryjak

Noch mehr coole Storys, spannende Interviews und kuriose Geschichten über Wien gibt´s im neuen Vienna, Intl.

Dogenhof

Praterstraße 70, 1020 Wien
  • Öffnungszeiten

    • Mo, 09:30 - 00:00
    • Di, 09:30 - 00:00
    • Mi, 09:30 - 00:00
    • Do, 09:30 - 00:00
    • Fr, 09:30 - 00:00
    • Sa, 09:30 - 00:00
    • So, 09:30 - 17:00
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Wien Museum Hermesvilla Zugang: Hermesstraße

Lainzer Tiergarten, 1130 Wien
  • Vienna City Card

  • Preise

    • Jugendliche unter 19 J.   €0
    • 1. Sonntag im Monat: Eintritt frei
  • Öffnungszeiten

    • 15.03.2019 bis 31.10.2019
    • Di - So, 10:00 - 18:00
    • feiertags, 10:00 - 18:00
    • Im Winter (Anfang November bis 27.3.2020) geschlossen! Siehe: http://www.wienmuseum.at/de/standorte/hermesvilla.html
  • Barrierefreiheit

    • Nebeneingang

      • Via Plattformlift stufenlos
    • Lift vorhanden
    • Weitere Informationen
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Zufahrt: Einfahrt mit PKW nicht möglich, da der Lainzer Tiergarten ein Naturschutzgebiet ist. An bestimmten Tagen Shuttledienst zwischen Lainzer Tor und Hermesvilla für Menschen mit Behinderungen, abwechselnd Sa 14-16 und Di 10-12, Anmeldung telefonisch oder per E-Mail: +43 1 505 87 47–85 173, service@wienmuseum.at. Treffpunkt: Lainzer Tor.
      Bitte nehmen Sie Ihren Behindertenausweis mit. Die Rückfahrt von der Hermesvilla zum Lainzer Tor erfolgt jeweils um 15.50 Uhr (an Samstagen) und 11.50 Uhr (an Dienstagen).

    • Anmerkungen

      Erdgeschoß mit dem Sonderausstellungsbereich ist stufenlos zu erreichen und mit dem Rollstuhl befahrbar.
      Die Ausstellungsbereiche im 1. und 2. Stock sind nicht barrierefrei zugänglich.
      Shop und Restaurant sind mittels Plattformlift barrierefrei erreichbar.

      Leihrollstuhl steht zur Verfügung, Sitzgelegenheiten vorhanden.

       

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Russisch-orthodoxe Kathedrale zum Heiligen Nikolaus

Jauresgasse 2, 1030 Wien
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Brunnenmarkt

Brunnengasse / Yppenmarkt, 1160 Wien
  • Öffnungszeiten

    • Mo, 06:00 - 21:00
    • Di, 06:00 - 21:00
    • Mi, 06:00 - 21:00
    • Do, 06:00 - 21:00
    • Fr, 06:00 - 21:00
    • Sa, 06:00 - 17:00
    • Gastrostände: Mo-Sa 06:00-23:00 Uhr geöffnet
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Tiergarten Schönbrunn Eingang über Hietzinger Tor/Hietzinger Hauptstraße

Schönbrunner Schlosspark, 1130 Wien
  • Vienna City Card

  • Öffnungszeiten

    • täglich, 09:00 - 17:30
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos (Schwingtüre )
    • Parkplätze Haupteingang
      • Behinderten-Parkplätze vorhanden
        Elisabethallee, Eingang Tirolerhof
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Auf Anfrage spezielle Führungen für Menschen mit Behinderung und besonderen Bedürfnissen.

    • Anmerkungen

      Zugang zu den Ausstellungsräumen und Restaurant/Café stufenlos bzw. über Rampen.

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Schloss Schönbrunn

Schönbrunner Schlossstraße, 1130 Wien
  • Vienna City Card

  • Öffnungszeiten

    • täglich, 09:30 - 17:00
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • stufenlos
    • Parkplätze Haupteingang
      • Behinderten-Parkplätze vorhanden
        beim Haupttor (Schönbrunner Schlossstraße, 3 Stellplätze), Meidlinger Tor (2 Stellplätze); im Areal Nähe Kavaliertrakt und Nähe Valerietrakt (jeweils 2 Stellplätze) und Nähe Fürstenstöckl (1 Stellplatz)
    • Lift vorhanden
      • 95 cm breit und 139 cm tief , Tür 90 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Kostenloser Rollstuhlverleih bei den Portieren am Hauptportal für den Außenbereich(3 Stk.), bei der Ticketkontrolle im Schloss für den Innenbereich (4 Stk.)
      Tastpulte für blinde und sehbehinderte Menschen. Auf Anfrage spezielle Führungen für Menschen mit Behinderungen bzw. speziellen Bedürfnissen. Museum Sign Language Guide in ÖGS und IS gratis für Imperial oder Grand Tour, Vorreservierung empfohlen, nähere Informationen unter: https://www.schoenbrunn.at/besucher-informationen/barrierefrei/

    • Anmerkungen

      Ausstellungsräume stufenlos
      Lift (Lastenaufzug) für überbreite Rollstühle: Türbreite: 144 cm, Kabinentiefe: 220 cm, Kabinenbreite: 156 cm

      Besucherzentrum im Gardetrakt beim Haupttor, stufenfreier Zugang, Türbreite ca. 144 cm, barrierefreies WC über Rollstuhlhebelift erreichbar - Plattform 110/140cm, Türbreite: 90cm in den Gangbereich und 94 cm ins Freie, von außen mittels Euro-Key zugänglich

       

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Schwarzenbergplatz

Schwarzenbergplatz, 1030 Wien
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Zacherl-Fabrik

Nusswaldgasse 14, 1190 Wien
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Kunsthistorisches Museum Wien

Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
  • Vienna City Card

  • Preise

    • Jugendliche unter 19 J.   €0
  • Öffnungszeiten

    • Di - So, 10:00 - 18:00
    • Do, 10:00 - 21:00
    • Juni bis August täglich geöffnet
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • 5 Stufen (Doppelschwingtüre   300  cm  breit )
        Eingang Maria Theresien-Platz, keine Rampe
    • Nebeneingang
      • stufenlos
        bei Portier, Burgring 5
    • Parkplätze Haupteingang
      • 5 Behinderten-Parkplätze vorhanden
        Standort Heldenplatz
    • Lift vorhanden
      • 150 cm breit und 130 cm tief , Tür 99 cm breit
    • Weitere Informationen
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung

      Rollstuhlleihe möglich (bitte am Vortag reservieren).
      Auf Anfrage spezielle Führungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie Tastführungen für Blinde und sehschwache Menschen (Tel. +43 1 525 24-5202). Drei Meisterwerke der Renaissancesammlung der Gemäldegalerie, ausgewählte Objekte der Kunstkammer, der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung und der Sammlung antiker Altertümer stehen als Abgüsse für sehbehinderte und blinde Personen zum Ertasten zur Verfügung. Dazu gibt es eine Broschüre in Brailleschrift mit Bildbeschreibungen.
      Das Kunsthistorische Museum bietet Workhops für Menschen mit Demenz an (Tel. +43 1 525 24-5202 or Email:kunstvermittlung@khm.at)

      Rollstuhlfahrer, die über den Burgring das Museum besuchen, können ihr Ticket im Shop im Vestibül kaufen.

    • Anmerkungen

      Das Museum als ein Ort der Begegnung und sinnlichen Wahrnehmung bietet reichhaltige Möglichkeiten, bei betroffenen Menschen durch die gemeinsame Kunstbetrachtung und anschließende kreative Tätigkeit Emotionen zu stimulieren und zu einem aktiven Miteinander zu motivieren.
      Induktionsschleifen beim Audioguidestand vorhanden

      http://www.khm.at/erfahren/kunstvermittlung/barrierefreie-angebote

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