Bild von Andy Warhol mit einer schlafenden Hand darüber
© Altstadt Vienna

Eine Nacht mit Andy Warhol

Weltweit schätzen Kunstliebhaber Wien für seine vielfältige Kunst- und Museenlandschaft. Doch der Kunstgenuss muss nicht am Museumsausgang enden. Immer mehr Hotels haben Kunst und Künstler für sich entdeckt und stellen diese in ihren Zimmern aus oder erklären gleich das ganze Hotel zum Kunstraum.

Einer der Vorreiter im Art-Hotel-Bereich war das Altstadt Vienna, das 1991 von Otto E. Wiesenthal gegründet wurde. Das magdas in der Leopoldstadt hilft, Menschen mit Fluchthintergrund in Wien Fuß zu fassen und gibt nebenbei jungen Wiener aber auch internationalen Künstlern eine Bühne. Und im Sans Souci kann man, wie der Name schon verrät, ganz sorgenfrei Kunst gleich direkt neben dem MuseumsQuartier genießen. Drei Hotels, drei unterschiedliche Konzepte.

Bed & Art-Feast – im Altstadt Vienna

Ein Hotel so besonders, so individuell, dass man gleich im Eingangsbereich spürt: Hier ist die Kunst zuhause. Und zuhause fühlt man sich sofort, wenn man Gast im Altstadt Vienna ist. Das Erfolgsrezept von Gründer Otto E. Wiesenthal lautet: "Kreativität verbunden mit dem Wiener Lebensgefühl." Und das spürt man sofort, wohnt man hier doch Tür an Tür mit dem echten Wien – mitten im 7. Bezirk.

Das "Altstadt" bietet nicht nur 62 einzigartig gestaltete Suiten und Zimmer, man erkennt in jedem Raum die Liebe zum Detail. Aber vor allem auch die Liebe zur Kunst. Über 350 Kunstwerke verteilen sich über das gesamte Hotel. Ob im Frühstücksraum, den Zimmern, den Gängen, der Rezeption oder eben im Eingangsbereich. So vielfältig wie das Hotel ist auch die Kunstsammlung: von Gemälden und Fotografien über Skulpturen bis hin zu eigens designten Einrichtungsgegenständen. Große internationale Namen (Niki de Saint Phalle oder Andy Warhol) treffen hier auf bekannte österreichische Künstler (Markus Prachensky, Alexander Ruthner oder Clemens Ascher). Aber auch junge Künstlerinnen wie Elisa Alberti oder Kirsten Borchert sind Teil der Altstadt Vienna Familie. Mit jedem Kunstwerk, mit jedem Künstler verbindet das Haus eine eigene Geschichte, die man sich in den wöchentlich angebotenen Führungen in privatem Ambiente erzählen lassen kann (auch für externe Gäste buchbar). Also, auch schon Lust bekommen, eine Nacht mit Andy Warhol zu verbringen? Das Altstadt Vienna ist ein Ort, an dem der Wien-Urlaub garantiert zum ganzheitlichen Kunsterlebnis wird.

Kunst mag das – im magdas

Wie man es schafft, aus einem alten Seniorenhaus ein hippes Hotel zu machen, zeigt uns das magdas im 2. Bezirk. Die Mitarbeiter des Social Business sprechen nicht nur 20 Sprachen, sie haben auch eine bewegte Geschichte hinter sich. Denn das magdas gibt ehemaligen Flüchtlingen die Chance, einen Beruf zu erlernen und so Fuß in Wien zu fassen.

In Zusammenarbeit mit dem Wiener Architekturbüro "Alleswirdgut" und dem Künstler Daniel Büchel hat man 2015 ein einzigartiges Konzept entwickelt: Upcycling stand hier an erster Stelle, und so spürt man gleich, dass Kreativität und Vielfalt im magdas großgeschrieben wird. Junge Künstler der Akademie der bildenen Künste Wien gestalteten nicht nur die Hotelfassade neu, sie stellten ihre Werke auch für die Zimmer zur Verfügung. Für das magdas ist Kunst aber nichts Statisches, vielmehr ist sie lebendig und verändert sich daher auch laufend. Im "magdas Salon" finden vier kuratierte Ausstellungen junger Künstler pro Jahr statt. Mit dem israelischen Street-Art Duo Maya Gelfman und Roie Avidan ist auch eine internationale Installation ins magdas eingezogen. Das Kunstwerk "be here now" lädt die Gäste gleich beim Eingang dazu ein, die Wiener Gemütlichkeit zu leben.

Kunstsalon 2.0 – im Sans Souci 

Direkt neben dem MuseumsQuartier befindet sich ein Hotel, das große Namen beherbergt. Dabei geht es aber gar nicht um die Gäste. Hier hängen die Stars an den Wänden. Vor allem Pop-Art Stars wie Roy Lichtenstein, Steve Kaufmann oder James Rizzi. Aber auch österreichische Künstler wie Herbert Brandl oder Hildegard Joos kann man im Sans Souci entdecken.

2014 hat das Sans Souci auch noch eine alte Wiener Tradition wiederaufleben lassen: Im "Kunstsalon" haben 24 Gäste die Möglichkeit, exklusiv nach Museumsschluss in einem Wiener Museum eine Ausstellung mit dem jeweiligen Kurator zu besichtigen. Anschließend kann man sich beim Dinner im hauseigenen Restaurant noch ausgiebig über das Erlebte austauschen. Der "Kunstsalon" – ein Ort der Begegnung mitten im Kunstherz der Stadt.

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