Secession

Stadtspaziergang 1

Vom Karlsplatz führt unser Weg an der Technischen Universität vorbei zur Kettenbrückengasse 6 — dem Sterbehaus des Komponisten Franz Schubert (1797–1828) — der hier, kurz nachdem er eingezogen war, am 19. November 1828 an Syphilis starb – angeblich Folge seines einzigen sexuellen Kontakts mit einer Frau.

Sonst pflegte Franzl seine Sehnsüchte lieber auf das eigene Geschlecht zu konzentrieren. So lebte er über zwei Jahre mit seinem als homosexuell bekannten Textdichter Johann Baptist Mayerhofer in einem Untermietzimmer, in dem sie auch das Bett miteinander teilten. Die Zuneigung der beiden schlug sich in mehreren Liedtexten Mayerhofers für Schuberts Kompositionen nieder sowie in einer leider nur Fragment gebliebenen, gemeinsam mit Schubert konzipierten Oper mit dem Titel „Adrast“.

Nachdem wir nun bereits ein ganz schönes Stück Weg gegangen sind, ist es an der Zeit, sich am Naschmarkt bei einem der vielen Stände zu laben, bevor wir gemütlich den Ausklang unserer Tour begehen: vorbei an dem ehemaligen Musicalhaus Theater an der Wien, das anlässlich Wolfgang Amadeus Mozarts 250. Geburtstag 2006 zum Opernhaus wurde, bis hin zu dem wohl bekanntesten Jugendstilbau Wiens, der Secession.

Im Untergeschoss ist der berühmte Beethovenfries des Secession-Mitbegründers Gustav Klimt zu bewundern. Das moderne und progressive Ausstellungsprogramm der Secession wird seit jeher von der Vereinigung bildender KünstlerInnen demokratisch bestimmt. Sie hat sich ganz der Darstellung der zeitgenössischen Kunst verschrieben und wagt auch gerne aktuelle künstlerische Experimente.

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