Haus des Meeres
Ein Besuch im Haus des Meeres ist ein Erlebnis für alle: für Tierliebhaber:innen, als Sightseeing-Highlight mit atemberaubendem Blick auf Wien, als spannendes Programm für Familien, als Restaurantbesuch über den Dächern oder als perfekter Plan für Regenwetter.
Auge in Auge mit Haien und Rochen
Im Erdgeschoß des Haus des Meeres kann man den zehn Meter langen Atlantik-Tunnel durchwandern: Eine Röhre führt durch ein 500.000-Liter-Becken, das die Fischwelt des Atlantiks beheimatet, von Riffbarschen über Adlerrochen bis zu einem Ammenhai. Über 1.000 Fische – Riffhaie, Rochen, Doktorfische, Riffbarsche, Putzerlippfische und noch viele mehr – tummeln sich im 360° Haibecken im 7. Stock. Das mit 120 Quadratmetern größte Becken Österreichs ist rundum begehbar und ein "Nur-Glas-Aquarium". Es gewährt Einblicke wie auf einem Tauchgang. Der 150.000-Liter-Tank für die Hammerhaie im 10. Stock des ehemaligen Flakturms ist ein weiteres Highlight im Haus des Meeres.
Der Star des Meereszoos ist die Grüne Meeresschildkröte Puppi. Sie ist bereits über 50 Jahre alt und schwimmt seit 1982 durch das Haus des Meeres. So alt sollte sie eigentlich gar nicht werden: 1976 rettete ein Wiener Ehepaar das zehn Zentimeter große Jungtier während eines Tauchurlaubs auf den Malediven – kaum zu glauben – vor der Frühstückspfanne und brachte es mit nach Wien. Das Erlebnis-Aquarium "Brandungsriff" erlaubt es Kindern, durch die im Aquariumboden eingebauten "Taucherhelme" die Welt der tropischen Fische hautnah zu erleben.
Einmal um die ganze Welt
Vier flauschige Kattas und zwei freche Schwarze Lemuren teilen sich die sogenannte Madagaskar-Anlage, die über einen Innen- und einen Außenbereich verfügt. Besucher:innen können (nach Reservierung) mit den süßen Äffchen sogar auf Tuchfühlung gehen. Deutlich geruhsamer geht es vis-à-vis zu: Dort bewohnt ein stattlicher Komodowaran seine Anlage zusammen mit einigen Vogelarten.
Die Australien-Erlebniswelt im neunten Stock ist ein 70 Meter langer, farbenfroher Rundgang, voller Sittiche und freilaufender Beuteltiere, darunter ein Paar Woylies: mit 30 Zentimeter Körperlänge eine der kleinsten Känguruarten überhaupt.
Im letzten Stockwerk wartet die faszinierende Welt der Mangroven, mit Schlammspringern, jungen Riffbewohnern, Winkerkrabben und Mangrovenquallen. Eine Gezeitenorgel veranschaulicht Ebbe und Flut, während Bullaugen im Tunnel Einblicke ins große Becken bieten.
Mehr als "nur" Fische
In einem spektakulären Glaszubau in 20 Metern Höhe befinden sich sowohl das Tropenhaus als auch der Krokipark, wo Vögel frei fliegen und jede Menge Äffchen herumlaufen, wie es ihnen gefällt. In der Terrarienabteilung sind Gift- sowie Riesenschlangen, Echsen, Blattschneiderameisen und Vogelspinnen zu bestaunen.
In einer künstlichen Tropfsteinhöhlengrotte sind über 100 nachtaktive Tiere und Höhlenbewohner zu beobachten: giftige Riesen-Tausendfüßer, Geißelspinnen und Kampfgrillen, Höhlenfische ohne Augen und unter UV-Licht geisterhaft leuchtende Skorpione.
Forschung und Artenschutz
Das Haus des Meeres verbindet Forschung mit konkreten Maßnahmen zum Schutz bedrohter Arten und ihrer Lebensräume. In Mexiko unterstützte es die Wiederansiedlung des Tequila-Kärpflings und engagiert sich für den Erhalt seines Lebensraums; Expeditionen nach Madagaskar brachten neue Erkenntnisse über die Artenvielfalt und deren Bedrohungen. In koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen setzt sich das Haus unter anderem für die Bayerische Kurzohrmaus ein und unterstützt den Schutz der bedrohten Donaustöre. Die Forschung reicht von Untersuchungen zu Korallen und Lisztaffen bis zur Nachzucht wenig erforschter Arten – und schließt damit auch Tiere ein, die sonst nur wenig Aufmerksamkeit erhalten.
Fütterungen & Führungen
Verschiedene wechselnde Programme machen den Besuch besonders spannend, etwa:
- Natur "begreifen" - "Begreifen" im wahrsten Sinne des Wortes: Wer möchte einem Hai gefahrlos auf den Zahn fühlen oder seine Haut berühren? Oder einem Piranha tief ins Maul sehen?
- Haitauchen: Manchmal stiehlt die Grüne Meeresschildkröte „Puppi“ den Haien die Show.
- Fütterungen von Haien, Piranhas, Reptilien, Lemuren, Affen, Schlangen, ...
- Mikroskop-Show "Mikro-Meer" (Quallenbabys, Seesternaugen, giftgefüllte Wurmstacheln, einäugige Cyclopenkrebse ...)
- Die Ausstellung "Erinnern im Innern" beschäftigt sich mit der dunklen Geschichte des Flakturms. Gezeigt werden Originalexponate und Wandtafeln zur Baugeschichte, die im großteils im Originalzustand erhaltenen Stiegenhaus zwischen 9. und 10. Stock besichtigt werden können.
Speisen mit Blick auf Wien
Besonderes wartet auch ganz oben am Dach: Vom 360° Ocean Sky Restaurant & Bar im 11. Stock hat man einen atemberaubenden Rundum-Blick über Wien. Das ist die höchstgelegene aller Rooftop Locations in der Wiener Innenstadt! (Zutritt in Stoßzeiten nur mit Reservierung). Den Ausblick über Wien können Zoo-Besucher:innen auch ohne Konsumation im Restaurant genießen.
- Fritz-Grünbaum-Platz 1 (Esterházypark), 1060 Wien
- www.haus-des-meeres.at
- office@haus-des-meeres.at
Öffnungszeiten
- Mo, 09:00 - 20:00
- Di, 09:00 - 20:00
- Mi, 09:00 - 20:00
- Do, 09:00 - 20:00
- Fr, 09:00 - 20:00
- Sa, 09:00 - 20:00
- So, 09:00 - 20:00
Barrierefreiheit
stufenlos (Automatische Schiebetüre 150 cm breit)
Assistenzhunde erlaubt
Rollstuhlplätze: 6
Barrierefreies WC
Bei Vorlage des Behindertenausweises ermäßigter Eintritt; eine Begleitperson bei Rollstuhlfahrer:innen hat freien Eintritt; Assistenzhunde (mit Ausweis, Impfpass und Kenndecke/Führhundgeschirr) dürfen für einen Besuch mitgenommen werden.
Alle Ausstellungsräume sowie Terrassen mit Lift erreichbar. Aus Sicherheitsgründen sind maximal 6 Rollstuhlfahrer:innen (im Ocean Sky Restaurant max.3) zeitgleich zugelassen, es wird eine Voranmeldung empfohlen.