1873 HalleNsalon, Salon
© 1873 HalleNsalon

Musikalische Hotelgeschichte(n)

Die Chronik des Hotel Imperial ist voll von musikalischen Anekdoten. Hier spielte der König von Thailand, Bhumibol, Saxophon; Tenor Luciano Pavarotti probte vor seinem Auftritt an der Staatsoper ein paar Lieder am Flügel im 1873 HalleNsalon, sehr zur Freude der Hotelgäste.

Edward Stanley, 18. Lord of Derby (1918-1994), war einmal zwischen den zwei Violonisten David und Igor Oistrach einquartiert. Als man sich für die Proben nebenan entschuldigte, lachte der Lord: "Ich fühle mich wie ein musikalisches Sandwich".

Ein Pianoman für die Nachtbelegschaft

Billy Joel nahm einst spät in der Nacht noch einen Drink in der Bar des Imperial. Der Barkeeper bedauerte, dass er Joels Konzert zuvor versäumt hatte. So ließ Joel kurzerhand alle Nachtdienst habenden Mitarbeiter zusammenrufen und setzte sich – nur für sie – ans Piano.

Das Hotel Imperial bietet ein ganz spezielles Arrangement für alle, die ihr eigenes Musikstück besitzen wollen: Individual Archetype Music. Der Wiener Komponist Emanuel Schulz (seine Werke waren etwa im Musikverein zu hören) erschafft im Austausch mit dem Gast dessen ur-eigene Musik, die musikalische Darstellung seiner Persönlichkeit. Auch für Paare oder Familiendynastien.

Voraussichtlich im Herbst 2020 starten die regelmäßigen Musik-Angebote im Hotel Imperial wieder: Jazzkonzerte, Imperial High Tea mit Harfenmusik und Champagner Brunch zu Jazzklängen.

Das Hotel Bristol befindet sich neben der Wiener Staatsoper. Nicht weiter verwunderlich also, dass man seit der Eröffnung 1892 beste Beziehungen zum berühmten Nachbarn pflegt. Ehemalige Operndirektoren sind Namensgeber für sämtliche Zimmer und Suiten mit direktem Blick auf die Staatsoper: Man wohnt etwa auf Nummer 269 à la Gustav Mahler oder auf 469 à la Herbert von Karajan.

Unter den illustren Bristol-Gästen: George Gershwin schrieb im Bristol an seinem Stück "An American in Paris", Catherine Deneuve drehte in der Bar Filmszenen und Leonard Bernstein bestellte sich oft einen Flügel auf seine Suite, um sich auf Auftritte in der Staatsoper oder im Musikverein vorzubereiten.

Wie "Pfirsich Melba" nach Wien kam

Im Jahr 1900 brachte die australische Opernsängerin Nellie Melba (eigentlich Helen Porter Armstrong) die Eis-Kreation "Pfirsich Melba" nach Wien. Der Küchenchef des Savoy Hotels in London, wo die Sopranistin eine zeitlang wohnte, hatte das Pfirsich-Eis-Dessert eigens für sie kreiert. Das Rezept hat sie schließlich den Bristol-Köchen anvertraut.

Bei der Veranstaltungsreihe Salon Opéra erzählen Stars (SängerInnen, DirigentInnen, RegisseurInnen) beim Afternoon Tea mit Sekt und feinsten Häppchen im Bristol Wissenswertes zu aktuellen nachbarlichen Opernpremieren.

Ebenfalls ein Nachbar der Staatsoper: Das Hotel Sacher Wien. Musik liegt in der DNA des Hauses – spürbar in den nach Opern benannten Suiten: La Traviata, Tosca, Nussknacker, Don Giovanni, Idomeneo. In der Madame Butterfly Suite hängen etwa Kostümzeichnungen und ein Besetzungszettel. Die Gäste tauchen ein in die Welt der Oper, ohne das Zimmer verlassen zu müssen.

Bagism im Sacher-Leintuch

Das Sacher ist ein beliebtes Zuhause auf Zeit für Musiker, Sänger und Dirigenten von Weltrang, darunter Christian Thielemann und Philippe Jordan. John Lennon und Yoko Ono sorgten mit ihrer skandalösen Pressekonferenz am 31. März 1969 dafür, dass das Sacher international in aller Munde war. Vollständig von einem kurzerhand geliehenen Sacher-Leintuch bedeckt, erklärten die beiden, dass ein Mensch nicht nach seinem äußeren Erscheinungsbild beurteilt werden kann, wenn er in einem Sack steckt. "Bagism" eben. Während die Reporter ziemlich sprachlos zurückblieben, genossen John und Yoko ein Stück Original Sacher-Torte auf Suite 101. Verewigt ist ihr Besuch im Beatles-Hit "The Ballad of John and Yoko".

Hotel Bristol A Luxury Collection Hotel, Vienna - Marriott International Inc.

Kärntner Ring 1, 1010 Wien
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