Bestattungsmuseum

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Bestattungsmuseum

Die "schöne Leich" ist in Wien nicht nur ein pompöses Begräbnis, sondern auch Ausdruck einer Lebenshaltung. Die Wiener:innen haben mit dem Tod ein ganz spezielles Verhältnis. Wo könnte das Bestattungsmuseum also besser aufgehoben sein als am weltberühmten Wiener Zentralfriedhof?

Unter der historischen Aufbahrungshalle 2 ist auf 300 m² ein modernes, interaktives Museum entstanden. Sicher auch eines der kuriosesten Museen Wiens. Die Besucher:innen erfahren Wissenswertes über das Wiener Trauerzeremoniell, das Bestattungswesen, die Geschichte der Wiener Friedhöfe und über die Eigenheiten des "Wiener Totenkults" vom Ende des 18. Jahrhunderts bis heute.

Herzstichmesser und Rettungswecker

Mehr als 250 Originalobjekte sowie Bildmaterial werden gezeigt, darunter auch ein originaler "Fourgon" (Kutsche für den Leichentransport) aus der Zeit um 1900. Ein Herzstichmesser und ein Rettungswecker sind die skurrilsten Exponate im Bestattungsmuseum: Sie stammen aus einer Zeit, als man fürchtete, lebendig begraben zu werden. Aus dem Jahr 1784 stammt der berühmte Klappsarg, den Kaiser Joseph II. anwenden ließ, um die Särge mehrmals verwenden zu können.

Zu sehen ist auch eine Rechnungsanweisung des kaiserlichen Hofes: Es handelt sich dabei um die Kosten für die Überführung und Bestattung des 1914 in Sarajevo erschossenen Erzherzog-Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Gattin Sophie von Hohenberg.

300 Quadratmeter - 30 Stationen - 250 Objekte

Interaktive und multimediale Inhalte ziehen sich durch die Dauerausstellung des Bestattungsmuseums. Auf 13 Monitoren sind Videos, unter anderem vom Begräbnis Kaiser Franz Josephs 1916, zu sehen. Und eine Audiostation ermöglicht es dem Publikum, die zurzeit beliebtesten Lieder für Bestattungen zu hören.

Totenkult-Merchandising mit schwarzem Humor

Der Shop des Bestattungsmuseums Wien ist einzigartig. Denn hier wird der Sensenmann selbst auf die Schippe genommen - mit frechen Sprüchen, ganz respektlos. Hier einige der ungewöhnlichen Kaufobjekte, die sich dem Thema Tod von unüblicher Seite widmen (vieles in formschönem Schwarz):

  • Fan-T-Shirt "Der letzte Wagen ist immer ein Kombi"
  • Fan-T-Shirt "Bestattungsmuseum Wien - We put the Fun in Funeral"
  • Kochschürze "Ich nasche bis zur Asche"
  • Turnsackerl "Ich turne bis zur Urne"
  • Bücher-Sackerl "Ich lese bis ich verwese"
  • Schlafmaske "Ich bin nicht tot, ich schlafe nur"
  • Badetuch mit Sarg-Aufdruck: Für die bequeme Strandruhe
  • Holzsarg USB-Stick
  • Totenkopf-Nudeln
  • Friedhofshonig - denn Wien ist eine Stadt der Bienen!

Weitere Tipps für Friedhofs-Liebhaber:innen

  • Am völlig entlegenen, verwilderten Friedhof der Namenlosen sind Menschen begraben, die zwischen 1840 und 1940 von der Donau angeschwemmt wurden. 
  • Der gut erhaltene Biedermeierfriedhof St. Marx ist heute nur noch Gedenkstätte. Das Musikgenie Wolfgang Amadeus Mozart fand hier 1791 seine erste Ruhestätte (heute: Grabdenkmal am Zentralfriedhof).
Friedhof der Namenlosen
© Christian Houdek / PID

Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof

Simmeringer Hauptstraße 234
1110 Wien
  • Vienna City Card

    • Ihr Vorteil mit der Vienna City Card: -28%

      Zusatzinformation zum Angebot: Normalpreis: 7€

  • Öffnungszeiten

    • Mo - Fr, 09:00 - 16:30
    • 1.3.-2.11. Sa, 09:00 - 16:30
  • Barrierefreiheit

    • Haupteingang
      • 12 Stufen (Doppelschwingtüre)
        Rampe: 6% Gefälle mit Zwischenpodesten von 120 cm Länge, Mauerlichte von 160 cm und einer Durchgangslichte von 144 cm (Geländer zu Geländer)
    • Weitere Informationen
      • Blindenhunde erlaubt
      • Behinderten-WC mit barrierefreiem Zugang vorhanden.
    • Anmerkungen

      Alternativ zur Rampe: Eingang über 12 Stiegen 14,66/35 cm, Mauerlichte 160 cm, beidseitiger Handlauf 144 cm Durchgangslichte 144 cm;

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