Wiener Seifenmanufaktur: einzelne Seifen
© Wiener Seife

Semmelweis und die Seife

Ignaz Semmelweis war seiner Zeit voraus. Mit seiner Hygiene-Theorie revolutionierte er die Medizingeschichte. Denn heute wie damals steht fest: Händewaschen und die regelmäßige Desinfektion der Hände helfen maßgeblich dabei, Infektionen zu verhindern. Und somit Leben zu retten.

Die Revolution der Hygiene

Aber beginnen wir dort, wo alles angefangen hat. Der junge ungarische Arzt kam Mitte des 19. Jahrhunderts nach Wien und arbeitete dort im Allgemeinen Krankenhaus. Auf der von Ärzten geleiteten Geburtenstation fiel Semmelweis schnell auf, dass unverhältnismäßig viele Mütter dem Kindbettfieber erlagen. Wohingegen auf der Station, wo Hebammen am Werk waren, weitaus weniger Frauen erkrankten. Dem Phänomen auf der Spur, erkannte er rasch, dass es Zusammenhänge zwischen der mangelnden Hygiene der Ärzte und der Sterblichkeitsrate der Mütter gab. Deshalb wird Semmelweis bis heute als "der Retter der Mütter" bezeichnet.

Dann war Handhygiene also revolutionär? Ja – und wie. Nicht nur, dass Semmelweis seine eigenen Kollegen an den Pranger stellte, er hinterfragte eine bis dahin gängige Praxis, die vorher kaum angezweifelt wurde. Diese Spannungen führten immer wieder zu hitzigen Diskussionen, die meist damit endeten, Semmelweis als Spinner und Fantasten abzutun. Schließlich wurde auf Bestreben seiner Gegner sein Vertrag 1849 nicht mehr verlängert, und er kehrte nach Pest (heutiges Budapest) zurück. Die Rückweisung und Ablehnung seiner Erkenntnisse hat er nie verwunden. Er starb unter nicht ganz geklärten Umständen in der Niederösterreichischen Landesirrenanstalt in Wien-Döbling.  

Übrigens: Im Englischen hat es Semmelweis nicht nur in die Geschichtsbücher, sondern auch bis ins Lexikon geschafft. Dort gibt es den Begriff des "Semmelweis-Reflexes". Dieses Wort beschreibt die sofortige Ablehnung einer wissenschaftlichen Erkenntnis bzw. einer Information ohne eigene Überlegungen oder Überprüfungen anzustrengen.

Aus Tradition geschöpft

Aufgrund der aktuellen Situation ist es wichtiger denn je, auf seine Handhygiene zu achten. Hilfreich dabei sind die biologischen Pflegeprodukte der Wiener Seifenmanufaktur. Sonja Baldauf und ihr Team haben 2006 die Rezepte des Wiener Seifensieders Friedrich Weiss wieder zum Leben erweckt, die Produktbandbreite weiterentwickelt und an Innovationen gefeilt. Im hauseigenen Betrieb und Shop im 3. Bezirk findet man neben altbewährten Klassikern auch manches Kuriosum. Wer hätte gedacht, dass man sich mit Seife auch die Zähne putzen kann?

Bis Ostern gibt es übrigens eine besondere Aktion der Wiener Seifenmanufaktur: Alle Bestellungen im Shop werden versandkostenfrei – inkl. kleiner Überraschung (gilt für Österreich und Deutschland) verschickt. Auch der Schweizer Online-Shop versendet alle Bestellungen mit Mini-Überraschung bis Ostern frei Haus. Eine saubere Sache!

Wiener Seife

Hintzerstraße 2, 1030 Wien
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