Art & Antique Hofburg

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Der Herbst im Zeichen der Kunst

Wien gilt längst als Nährboden für zeitgenössische Kunst. Der Kunstherbst ist die Zeit, um diese richtig zu genießen. Zahlreiche Kunstevents nehmen Sie auf eine spannende Entdeckungsreise mit. Ein Überblick. 

Kunstmessen zum Auftakt  

Einen eindrucksvollen Auftakt bildet Österreichs größtes Galerienfestival: Bei Curated by laden 24 Wiener Galerien jedes Jahr Kurator:innen aus aller Welt ein, um zu einem gemeinsam gewählten Thema auf drängende Fragen der Gegenwart zu reagieren. Unter dem diesjährigen Motto „Love“ setzen sich die eingeladenen Kurator:innen mit der Frage auseinander, welchen Platz die Liebe in einer zunehmend entfremdeten Gegenwart noch einnehmen kann.

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Parallel Vienna am Otto Wagner Areal
Parallel Vienna, 2024© Parallel Vienna
Kunstwerk von Agnes Scherer, The Notebook Simulations, 2022
Curated by, 2024© Mareike Tocha

Die Parallel Vienna, ein Mix aus Kunstmesse, Ausstellungsplattform und Künstler:innenatelier, lockt jedes Jahr vor allem ein jüngeres Publikum an. Wie schon in den Vorjahren dienen leerstehende Gebäude am Otto Wagner Areal in Wien-Penzing als Bühne für junge und experimentelle Positionen. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf dem Thema Kulinarik: Mit Eat Art von Daniel Spoerri und Performances von Wiener Köch:innen.

Design, Architektur, Mode

Wer im Kunstherbst noch mehr sucht, sollte unbedingt auch gleich artverwandte Wiener Events mitnehmen. Die Vienna Design Week feiert dieses Jahr mit ihrer 20. Ausgabe ein Jubiläum: Österreichs größtes kuratiertes Designfestival lockt zehn Tage lang mit rund 200 Programmpunkten – Ausstellungen, Talks, Führungen und Workshops – und begrüßt Jahr für Jahr über 40.000 Besucher:innen. Wie gewohnt zieht die Festivalzentrale in ein neues Grätzel, das als Fokusbezirk das Programm mitprägt. Heuer fällt die Wahl auf das Grätzel Hietzing: Die Festivalzentrale zieht ins von Harry Glück geplante leerstehende Allianz-Gebäude am Hietzinger Kai – in unmittelbarer Nähe zu Schloss Schönbrunn und zur Villa Beer. Ein spannender Kontrast zwischen später Moderne und kaiserlicher Pracht, den die Vienna Design Week heuer bespielt.

Kurz zuvor steigt das Architekturfestival Open House Wien bereits zum elften Mal und feiert dabei eine Premiere: Erstmals erstreckt sich das Festival über drei ganze Tage. Rund 50 Gebäude in Wien und Umgebung, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind – von Privatvillen über Kirchen bis zu Bürohäusern –, öffnen kostenlos und ohne Anmeldung ihre Türen. Möglich machen das rund 200 freiwillige Volunteers, die durch die Häuser führen. Wien ist damit Teil von Open House Worldwide, einer internationalen Initiative, die mittlerweile mehr als 60 Städte auf fünf Kontinenten umfasst. 

Im November verwandelt sich dann das MAK – Museum für angewandte Kunst wieder in eine Bühne für individuelle Designprodukte: Bei der Blickfang Wien präsentieren sorgfältig kuratierte Möbel-, Mode- und Schmucklabels aus ganz Europa ihre neuesten Stücke. Und auch die Wiener Hofburg bleibt dem Thema Design treu: Bei Design District verwandeln rund 250 nationale und internationale Topmarken die imperialen Säle auf über 7.500 Quadratmetern in eine Erlebniswelt aus Wohnen, Interieur, Lifestyle, Technik und Kunst. 2025 lockte die Messe rund 27.000 Besucher:innen an, heuer steht unter anderem eine Sonderschau zum Thema Circular Design am Programm.

Auch die Mode kommt im Kunstherbst nicht zu kurz: Bei der Vienna Fashion Week verwandelt sich die Halle E+G im MuseumsQuartier bereits zum 18. Mal sechs Tage lang in eine internationale Bühne für Mode, Trends und Lifestyle. Etablierte und aufstrebende Designer:innen zeigen ihre neuesten Kollektionen auf dem Laufsteg, während in der begleitenden Shopping Area und in Pop-up-Stores gleich vor Ort eingekauft werden kann.

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Hochhaus in Wien, Festivalzentrale der Vienna Design Week
Festivalzentrale der Vienna Design Week 2026© Christoph Wimmer-Studio Sirene, Vienna Design Week
Kampagne für die Vienna Design Week
Vienna Design Week, 2026© Studio Sirene/Vienna Design Week
Kunstmesse Design District in der Wiener Hofburg
Design District, 2024© Maximilian Lottmann
Ausstellung der Kunstmesse Blickfang
Blickfang, 2024© BLICKFANG
Museumsquartier bei Nacht und passierenden Menschen
MuseumsQuartier© ORF / Hans Leitner

Ganz Wien ist Kunst  

Das war's aber noch lange nicht, im Laufe des Kunstherbstes finden zahlreiche weitere Kunstevents an spannenden Orten statt: Die Fair for Art Vienna kehrt heuer nach zehn Jahren an ihren ursprünglichen Standort zurück und übersiedelt von der Aula der Wissenschaften ins Wiener Künstlerhaus, das jahrzehntelang als Heimat der Wiener Internationale Kunstmesse diente – eine Plattform für moderne und zeitgenössische Kunst sowie Antiquitäten in direkter Nähe zur Albertina modern. Wer Wien zu Fuß auf künstlerische Art neu entdecken möchte, der sollte den Vienna City Gallery Walk probieren: Rundgänge durch Wiener Galerien, Führungen, Talks und Ausstellungen werden hier kostenlos und öffentlich zugänglich gemacht. Mittendrin liegt die Lange Nacht der Museen, bei der kulturinteressierte Nachtschwärmer:innen mit nur einem Ticket wieder um die Häuser ziehen können – zahlreiche Museen und Galerien in ganz Wien öffnen bis Mitternacht ihre Türen.

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Albertina Modern, Aussenansicht
Das Künstlerhaus, Schauplatz der Fair for Art Vienna 2026© WienTourismus/Paul Bauer
Art Antique 2024 in Wiener Hofburg
Art & Antique, 2024© Sandra Oblak
Ausstellung Vienna Art Week
Vienna Art Week, 2023© eSeL.at - Lorenz Seidler
Ausstellung 2024 paper positions
Paper Positions, 2024© Paper Positions Vienna 2024, Clara Wenzel-Theiler

Für alle Kunstbegeisterten warten zum Abschluss des Kunstherbstes noch mehrere Highlights: Die Vienna Art Week geht heuer bereits in ihre 22. Ausgabe und stellt mit rund 70 Programmpartner:innen wieder Wiens vielfältige Kunstszene bei freiem Eintritt ins Scheinwerferlicht. Unter dem diesjährigen Motto „Navigating Angst" fragt das Festival, wie Kunst zum Werkzeug werden kann, um sich in der Unschärfe der Gegenwart zu orientieren – ökologisch, politisch, technologisch und körperlich. Außerdem verwandelt sich die Wiener Hofburg anlässlich der Messe Art & Antique erneut in einen Ausstellungsort für zahlreiche nationale und internationale Kunsthändler:innen und Galerien: Gezeigt wird eine große Vielfalt von Gemälden über Möbel und Kunsthandwerk bis hin zu Schmuck, Teppichen und Art Déco. 

Im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste (Semperdepot) widmet sich die Paper Positions Vienna ganz dem Medium Papier: In salonartiger, kojenfreier Atmosphäre zeigen internationale Galerien Zeichnungen, Collagen und Konzeptkunst von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Den Ausklang des Kunstjahres bildet schließlich das Rotlicht Festival for Analog Photography (ebenfalls im Semperdepot), das die lokale und internationale analoge Fotografie-Szene zusammenbringt.

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Der Wiener Kunstherbst im Überblick 

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